( auch Hagn, Haag) mit einer Porzellanfabrik, sein Geldgeber warFranz Xaver Friedel, der bald die Fabrik übernahm. 1833 befandsie sich im fürstbischöflichen Schloß Eggendobl, wurde von GeorgKumpf gekauft und in die Rosenau bei Passau verlegt( 39). Darausentstand die Firma Dressel, Kister& Co., die laut Adreẞbuch von1898/1899 im Jahr 1854 gegründet worden sein soll( 40)( Danckertnennt 1840) und zur Jahrhundertwende dem kgl. bayer. Hofliefe-ranten Rudolf Lenck gehörte, Produktion: Phantasieartikel, religi-öse Artikel, Grabsteinfiguren, Gebrauchsgeschirre( 1910). EineAnzeige von 1910( S. 46) nennt feuerfestes Kochgeschirr in Por-zellan und Ton( 41).
Weitere Porzellanfabrikationen werden für Niederbayern nicht
genannt.
Oberbayern und Bayerisch- Schwaben
Hier gibt es bisher keine Hinweise auf einschlägige Produktionen.Die Nymphenburger Porzellanmanufaktur diente den Ansprüchen deskurfürstlichen und königlichen Hofes. Doch auch hier stellt sichdie Frage, in welchem Umfang und in welchen Bevölkerungsschichtenschon im 18. Jahrhundert Nymphenburger Porzellan zu finden war.Ein Preisverzeichnis von 1792 nennt neben der Ware mittlererQualität auch Ausschuß, der um ein Drittel oder gar die Hälfte er-mäßigt war( 42), also sicher auch in nichtadeligen Kreisen Ab-nehmer fand. Karl Hagen, der 1780 in Passau mit einer Porzellanfa-brik begann, hatte zuvor sein Geldverdient. Er kaufte von Nymphenburgihrer Bemalung über Wien nach derlicher Beleg für die Verbreitung
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als Porzellanmaler und-händlerunbemalte Gefäße, die er nachTürkei verkaufte( 43), eindeut-
Nymphenburger Porzellans.