logisch in die Irre führt und grammatische Formen kein Ersatz fürlogische Formen sind 6, führt Tarski als konsequenteste Schlußfolgerungder Logistik drei verschiedene Ebenen der Sprache ein: die Fachsprache,die Standardsprache und die Kunstsprache.
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Linguistisch reihen sich folgende Betrachtungen in eine Entwicklung ein,die, in der Antike und später in der Scholastik verwurzelt, mit K. Bühler( 1934) ihre erste Kategorisierung erhält. Wirklichkeit und begrifflichesErfassen durch den Menschen werden dort in der Sprache anhand derElemente einmal aus dem Zeigfeld und zum anderen aus dem Symbol-feld nachvollzogen. Diese platonische Organonproblematikdie Spra-chen als organum der Darstellung von Gegenständen und Sachverhaltenergänzt Bühler jedoch durch die für die linguistische Forschung da-mals neue Symptom- und Appellfunktion der Sprache. Von Büh-lers doppeltem Verdienst, erstens seiner Miteinbeziehung der Sender- undEmpfängerperspektive und zweitens seiner Deutung der Darstellungs-funktion als Wechselspiel zwischen anschaulichem Zeigen und begriff-lichem Nennen, dient letzterer als Ausgangspunkt für unsere Überlegung.Wahrheit müßte, laut sprachphilosophischer Tradition, anhand der em-pirischen Wirklichkeit erklärt und gemessen werden. Daß jedoch inBühler Ansätze für eine der offiziellen Wahrheitswertlogik dies alsOberbegriff für die Neopositivisten, den Wiener Kreis, die OxforderSchule und Sprechakttheoretiker widersprechende Deutung des Phä-nomens vorhanden sind, die hier zur Arbeitshypothese ausgearbeitetwerden, das soll in der sprachlichen Untersuchung provenzalischer Mär-chen seine Bestätigung finden.
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R. Jakobson( 1963, 238 ff.) nimmt bereits die Einleitung der mallorqui-nischen Erzähler Aixo era y no era zum Anlaß, um anhand dieser rhe-torischen Formel die Doppeldeutigkeit der poetischen Sprache zu be-weisen. Vom russischen Formalismus vorbelastet, frommt der Poetik derHauptverdienst seiner linguistischen Erkenntnisse, wobei die poetischeFunktion der Sprache sich nicht als Lyrik allein beschränkt 7. Jakobsonsweit gefaßte Definition der poetischen Sprache ist Voraussetzung für dieanschließenden Überlegungen, bei denen das Hauptgewicht nicht aufder Interferenz von Poetik und Märchen, sondern auf der Erörterungder subsumierten Doppeldeutigkeit liegt. Unter Doppeldeutigkeit sei dieVervielfachung der drei am Kommunikationsprozeß beteiligten Pole zu
Kutschera, 1971, S. 88:„ Die natürliche Sprache ist eben nicht nachdem logischen Lineal gemacht."
7 Zur Symbiose von Linguistik und Poetik: Jakobson, 1963, S. 248:« Chacun de nous ici, cependant, a définitivement compris qu'un linguistesourd à la fonction poétique, comme un spécialiste de la littérature indifférentaux problèmes et ignorant des méthodes linguistiques sont d'ores et déjà, l'unet l'autre, de flagrants anachronismes.»
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