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Europäische Volksliteratur : Festschrift für Felix Karlinger
Entstehung
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Zum Geleit

Von Dieter Messner

Wenn Felix Karlinger diese Festgabe zu seinem 60. Geburtstag, den eram 17. März 1980 feiert, durchblättert, dann wird er die Freude undZustimmung fühlen, mit der die Verfasser der Aufsätze aus vielen Län-dern der Einladung, einen Beitrag zur Festschrift zu leisten, gefolgtsind. Eine noch größere Zahl von Freunden und Kollegen, aus mannig-fachen Gründen verhindert, zeitgerecht ihre Arbeit zu schicken, be-gleiten diesen Band mit ihren aufrichtigen Glückwünschen.Wir alle haben damit versucht, Felix Karlinger unsere Ehrerbietung zuleisten, unseren Respekt vor einer großen Forscherpersönlichkeit undvor einem umfangreichen Oeuvre abzustatten. Ein besonderes Zeichender Wertschätzung des Geehrten ist auch das freundliche Entgegenkom-men von Herrn Hofrat Prof. Dr. Leopold Schmidt, der einen Band dervon ihm gegründeten Raabser Märchen- Reihe" für die vorliegendeFestschrift zur Verfügung gestellt hat, der von Herrn Direktor Dr.Klaus Beitl betreut wurde.

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Der Lebensweg Felix Karlingers, dessen Wiege in München stand, warkein einfacher, und hat nicht geradlinig auf die heutige Position hinge-führt; viele Schicksalsschläge haben den Sohn des Professors für Kunst-geschichte Hans Karlinger getroffen. Politisch den seinerzeitigen Macht-habern suspekt, konnte Felix Karlinger nur unter großen Schwierigkei-ten die Mittelschule beenden; den Besuch der Universität verhindertensie vollends, so daß er sich am Konservatorium dem Musikstudiumwidmete. Die im Krieg erlittenen schwersten Verletzungen machten esaber unmöglich, den Beruf eines Musiklehrers dauernd auszuüben, sodaß er neben dieser Unterrichtstätigkeit auch noch an der UniversitätMünchen studierte.

Begonnen hat er als Schüler Rudolf von Fickers im musikwissenschaft-lichen Bereich, und über Rudolf Kriss führten ihn seine Forschungen indie Volkskunde der Romania. Der Einfluß von Gerhard Rohlfs undHans Rheinfelder aber hatte allmählich zur Folge, daß romanistischeInteressen die Oberhand behielten. Feldforschungen im Bereich der Dia-

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