malung( ähnlich wie im Böhmerwalde), Keramik( die typischen bemalten EgerländerSchüsseln und Teller, die Wildsteiner Krüge, Feingeschirr), Federbilder u. a. m. DasIser- und Riesengebirge teilt seine volkstümliche Kultur mit derjenigen Schlesiens,irgendwelche künstlerische Besonderheiten sind kaum zu nennen. Reicher als in Böhmenhat sich der volkskünstlerische Besitz in Mähren und Schlesien herausgebildet, nichtohne mannigfaltige Wechselbeziehungen mit den slawischen Nachbarn. Namentlich, wieschon erwähnt, in der malerischen Tracht der Iglauer und Wischauer finden sichstarke Beziehungen zum hannakischen Volkskostüm. Die deutsche Volksstickerei trittfreilich gegenüber der slawischen stark in den Hintergrund: mit den rotverziertenAbendmahltüchern der mährischen Brüder aus dem deutschen Kuhländchen( XVI. bisXVIII. Jahrhundert), den Weißstickereien der Brünner Gegend, des NeutitscheinerBezirkes und der Gegend um Zauchtl, der schlesischen Klöppelspitzenerzeugung,namentlich im Hotzenplotzer Kreise, sind vielleicht ihre besten Leistungen vermerkt.Wie Mähren überhaupt das Land volkstümlicher Töpferei genannt werden kann, diehier nachweislich seit dem XI. Jahrhundert in regstem Betriebe stand, ist den Deutschendes Landes ein alter und überaus wesentlicher Anteil an der Ausbildung und Blütedieser rühmlichen Töpferkünste zuzuschreiben. Es wird später auf diese Dinge, so-weit ihre Aufhellung bisher möglich war, im einzelnen eingegangen werden; hiergenüge die Bemerkung, daß die Erzeugnisse der mährischen, vielfach von Deutschenbegründeten und betriebenen Werkstätten schon im XVII. Jahrhundert und seitherbis auf den heutigen Tag weit über die Grenzen des Landes Verbreitung und größtenAnwert fanden. Ein reich entwickeltes Zunftwesen in den Städten hat hierzulandewie anderwärts eine Menge Überbleibsel volkskünstlerischer Art zurückgelassen, dieuns einen, wenn auch schwachen Begriff von der gewerblichen Tüchtigkeit Deutsch-Mährens und Schlesiens gewähren.
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Vielfach ein ganz anderes Bild bietet die alte Volkskultur und Volkskunst derTschechoslawen Böhmens und Mährens mit dem dazugehörigen Teile Schlesiens. Dieder Tracht und dem Haus dienenden hervorragenden Stickereikünste mannigfaltigsterArt( namentlich auch die färbigen Spitzen) sind es, die ihr das wesentliche Geprägegeben. Daneben kommen in Böhmen, allerdings in weitaus geringerer Ausbildung,Töpferei in beschränktem Maße auch bäuerliche Majolika, die in Mähren eine sobreite Ausdehnung gewinnt, in Betracht. Die Ostereibemalung ist eine interessanteund altertümliche Spezialität, die Kunst volksmäßiger Buchmalerei blühte, besondersin Mähren. Die Holzbearbeitung tritt hier mit Ausnahme der Slowaken ziem-lich in den Hintergrund, soweit sie auf volkskünstlerische Bedeutung Anspruch er-hebt; bloß in gewissen böhmisch- tschechischen und mährischen Spielzeug- Volks-industrien, in der walachischen Perlmutterinkrustation auf Holz, in primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitiven Käse-und Butterformen, in alten geschnitzten» Prawo«-Stöcken, Peitschenstielen und Garben-hölzern kommt einiges Hierhergehörige zum Vorschein. Die slowakische Volkskunstfreilich hat namentlich auf ungarischer Seite auch an Holzarbeiten- mit reichstvariierter Henkelornamentik, Löffeln mit Reliefschnitzwerk, Leuchtern und anderemHausgerät eine hochinteressante, noch wenig bekannte und studierte Spezialitätaufzuweisen.
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Noch um vieles eigenartiger und selbständiger tritt uns die in ihren östlichenAusläufern von byzantinischen und orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Einflüssen stark berührte karpathen-ländische Volkskunst entgegen. Ihre westliche, von dem polnischen Volkselementgetragene Ausprägung hängt noch in vielen Dingen mit der westländischen Kulturzusammen, wenn sie auch immerhin schon rein östliche primitive Glossar ::: zum Glossareintrag primitive Elemente in cha-
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