Das Exemplar 9, Tafel 19, welches durch einen Sammleraus dem Orient Glossar ::: zum Glossareintrag Orient mitgebracht wurde, ist jedoch gewiß einorientalisches Glossar ::: zum Glossareintrag orientalisches Erzeugnis.
( in der nebenstehenden Abb. 17 reproduziert) von arabischenHandleuchtern, von welchen insbesondere zwei Stücke einevollständige Ähnlichkeit mit dem Exemplar 9 dieser Gruppe
Abb. 17.
In der Form weicht dasselbe von den übrigen Stücken dartun.wesentlich ab; der Fußist höher und stellt sichder Hauptsache nach alsein einfacher, in seinerMantelfläche nur durcheinen schwachen Ringverzierter Kegelstutz dar;die obere Fläche ist nichthorizontal wie bei denübrigen Stücken dieserGruppe, sondern schalen-artig, vertieft gestaltet.Die Säule mit derKerzentülle entspricht inihrer Gestaltung demeinfachen Gebilde desFußes, die Tülle selbsterinnert an eine sichöffnende Blütenknospe.
Nachdem, wie obenerwähnt, dieses Exemplarorientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Ursprun
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ges ist, so sei auf die sehr bemerkenswerte Abhandlung inWestermanns Monatsheften( XXXVII. Jahrgang, Heft 435,Dezember 1892):„ Orientalische Glossar ::: zum Glossareintrag Orientalische Beleuchtungskörper vonHeinrich Frauberger" hingewiesen.
Der Verfasser der erwähnten Abhandlung bringt aufS. 413 des Heftes 435 eine Anzahl bildlicher Darstellungen
ihre Bestätigung zu finden.
Nach AngabenFraubergers wären der-lei Leuchter für Wachs-kerzen schon um dasJahr 1000 n. Chr. imOrient Glossar ::: zum Glossareintrag Orient im Gebrauche ge-wesen und es läge dieVermutung nahe, daßsolche Leuchter, derzweckmäßigen Formwegen, von den Kreuz-fahrern nach Europa ge-bracht wurden, und daßdie gotischen Leuchteraus Messing und Bronzediesen orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischenLeuchtern nachgebildetsind. Diese VermutungFraubergers scheint beiBetrachtung des aufTafel 15 abgebildetengotischen Leuchters 18
Ein Vergleich dieses orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Leuchters mit denübrigen Stücken dieser Gruppe dürfte die Annahme gerecht-fertigt erscheinen lassen, daß auch diese Leuchter in ihrerGestaltung auf die orientalischen Glossar ::: zum Glossareintrag orientalischen Muster zurückgeführtwerden können.
Gruppe VII. Schieb- und Streckleuchter.
Die Notwendigkeit, das Licht leicht und sicher nachBedarf höher oder tiefer oder nach beliebiger Seitenrichtungverstellen zu können, führte zur Konstruktion der Leuchter-gattung, welche in dieser Gruppe durch vierzehn Exemplarevertreten ist.
Verwendung fanden die Schieb- und Streckleuchter inZimmern, Kanzleien, Werkstätten, Küchen, Stallungen, undje nach dem Zwecke, dem sie dienen sollten, waren sie ent-weder an dem Orte der Verwendung, z. B. am Tische oderan der Hobelbank etc. stabil befestigt, oder sie waren miteinem Gestell versehen und in diesem Falle transportabel;die meisten sind aus Eisen hergestellt.
Die erstere Gattung scheint am häufigsten im Gebrauchegewesen zu sein, sie ist auf der Tafel 20 durch die Abbildungen 4, 6, 7, 8, 10, 11, 12 und 13 dargestellt.
Die meisten dieser Exemplare sind ziemlich einfach,sowohl in der Konstruktion als auch in der Ausstattung;die Stücke 6 und 12 sind zum Einschrauben in Holz, dieübrigen der erwähnten Exemplare zur Befestigung durchSchrauben, Nägel usw. an der ihnen bestimmten Stelle ein-gerichtet.
Das Exemplar 4 ist durch besonders solide Arbeit unddurch ein für den Anfang des 18. Jahrhunderts charakteristisches Blattornament ausgezeichnet; auch die Traufschale( die Kerzentülle ist leider nicht mehr vorhanden) ist in derForm sehr gut entwickelt.
Die Exemplare 1, 2, 3 und 5, Tafel 20, repräsentierendie eingangs als transportabel bezeichnete Gattung; die Exem-plare 1, 2 und 5, auf einem Holzfuß aufgeschraubt, sindderart eingerichtet, daß die auf einem Arme befindliche
Norte vacant curs anim, placidamo quidemPenipunt, grato indulgent omnia Press.
C Schengus
G.Valk Exc:
9-
Abb. 18.
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