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Das Beleuchtungswesen : vom Mittelalter bis zur Mitte de XIX. Jahrhunderts, aus Österreich-Ungarn, insbesondere aus den Alpenländern und den angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten
Entstehung
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Einer anderen Schmiede im Mühlviertel( Oberöster-reich) entstammt das Stück 82, Tafel 6, welches in dem-selben Steinblocke, in welchem der Amboẞ befestigt war,angebracht und drehbar war( Abb. 9).

In einer sehr hoch imGebirge bei Neuberg( Steiermark) gelegenenKöhlerhütte war das Stück14, Tafel 1, im Gebrauche;der Fuß ist dem Waldeentnommen: ein Ast zueinem vierfüßigen Gestelleverwendet.

Die eiserne Klemm-vorrichtung trägt das Kreuzeszeichen, dem oft wochen-lang die Kirche entbehren-den Köhler zur Erbauungdienend.

Für den Tisch in derBauernstube gab es Span-hälter auf Gestellen, die zu-meist aus Holz hergestelltwaren, wie z. B. die Stücke116 und 117, Tafel 2, 20,Tafel 6, und 120, Tafel 8.

gefüllt und die herabfallende glühende Raispen" verlöschteim Trögel.

Beim Herumgehen im Hause waren Spanhälter imGebrauche, die mit einem einfachen Holzgriffe versehenwaren und einen Ring zumAufhängen hatten, damitman den Spanhälter aneiner bestimmten Stellestets zur Verfügung finde;52 auf Tafel 2.

Abb. 9

Für jene Fälle, in welchen man das Licht in erhöhter

In den Bauernstubenscheint der Spanhälter amhäufigsten in der Nähe oderan der Ecke des großenOfens, welcher weit in dieStube hineinragte, verwendet, beziehungsweise an-gebracht gewesen zu sein;nebenstehende Abb. 10,vom Verfasser im Jahre1902 nach der Natur ineinem Bauernhause beiZell am See aufgenommen,zeigt den noch derOfenbankecke angebrach-ten Spanhälter.

an

Diese Bank, am wärmenden Ofen, war so recht derStellung brauchte, kamen Spanhälter mit verstellbaren Holz Mittelpunkt des Lebens im Bauernhause, insbesondere am

THUMERSBACH NOEXBAUT 1676

Abb. 10.

YENESCH.3.9

gestellen, wie die Exemplare 22 und 58, Tafel 5, zur Ver-wendung.

Um die Feuersgefahr bei Spanhältern, welche mitHolzgestellen versehen waren, zu verhindern, mußten( ein-geholten Erkundigungen zufolge) die Holzgestelle oft mitWasser beschüttet werden, oder man sorgte durch Anbringungeines ,, Trögels" vor, wie dies bei dem sehr schönen Exemplar23, Tafel 5, der Fall ist; das Trögel" war mit Wasser

Abende, wenn die Spinnräder schnurrten, Räubergeschichtenerzählt oder Gebete verrichtet wurden. Ludwig Richter,dieser unvergleichliche Schilderer des Volkslebens, hat dienebenstehende( Abb. 11), im Jahre 1851 entstandene Illustration zu Hebbels allemanischem Gedichte Der Karfunkel"gewiß auf Grund seiner eigenen Naturstudien gezeichnet.Viele Nachfragen in den Alpenländern haben ergeben,daẞ fast ausnahmslos die dem Innern der Stube zugewendete