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3.1 Jahreslauf
Den Heiligen und Seligen wird amEnde des kirchenrechtlichen Verfahrensein Kalendertag, meist ihr Todestag,zugewiesen, an dem ihrer- regionaloder in der gesamten katholischenKirche- jährlich in der Liturgie gedachtwird. Die Heiligenfeste rhythmisier-ten also neben den„ Herrenfesten"das Jahr und waren täglich- auch beiTerminvereinbarungen oder Vertrags-abschlüssen- präsent. Selbst mit derVerbürgerlichung der Zeiteinteilungverschwanden die Heiligen nicht völligaus den modernen Kalendern. MancheHeiligenfeste wie Allerheiligen oderNikolaus prägen neben den christlichenFestzyklen, Ostern und Weihnachten,nach wie vor den Jahreslauf.
3.1.1
Allerheiligenkalender
Kupferstich
Karl Remshard( 1678-1735)
Allerheiligenkalender mit 365 Radierungenvon Heiligenbüsten in Achteckrahmen, dieMonatszeilen beginnen mit dem jeweiligenMedaillon des Sternzeichens
Augsburg, Johann Ulrich Krauss, um 1700H: 28 cm, B: 51,7 cm
Stift Göttweig, Graphische Sammlung, RH
3.1.2
Kirchenkalender von St. Stephan
Papier, Einblattdruck, reich illustriert, aufKarton kaschiert, mit Holz- und Textilband-rahmen
Wien, 1772
H: 170 cm, B: 66,5 cm
Diözesanarchiv Wien
Kirchenkalender wurden in großen Gottes-häusern aufgehängt, um die Festtage deslaufenden Jahres zu verkünden, aber auchMarkttage und Zinstermine.
Dieser Kalender aus dem Stephansdomzeigt im oberen Feld die Patrone der Kirche
( Hl. Leopold, Hl. Florian, Hl. Severin,Hl. Quirinus von Siscia und Hl. Stephanus)und die Wappen der Domherren. KP
3.1.3
Mandlkalender
Einblattdruck
Augsburg, Druckerei Hans Hofers Erben,vor 1626
H: 47,5 cm B: 21 cm
Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 40.482
Die Erfindung des Buchdrucks brachteeine Demokratisierung der Zeitverwaltung,indem sie gedruckte Kalender erschwinglichmachte. Mandlkalender werden von denAbbildungen der Tagesheiligen dominiert,die sie auch für die in der Frühen Neuzeitgroße Zahl an Analphabeten verwendbarmachten(„ Mandl“ für„ Männchen"). Anhandweiterer Symbole liefern sie, so wie andereKalendersorten, zusätzliche Informationen( Vollmonde, Äquinoktien etc.) und die soge-nannten Practica, also praktische Hinweisewie astrologische Angaben, Wettervorhersa-gen oder medizinische Tipps. KP
Lit.: Kathrin Pallestrang: Vom Kerbkalender zum" Organizer". Der Kalender als Alltagsgegenstand. In:Hameter, Wolfgang u.a.( Hg.): Ideologisierte Zeit.Kalender und Zeitvorstellungen im Abendland Glossar ::: zum Glossareintrag Abendland vonder Antike bis zur Neuzeit(= Querschnitte, Bd. 17).Innsbruck u.a. 2005, 257-275.
3.1.4
Steuerbuch
Papier, gebunden
0
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011324
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Steuerbuch des Johann Hofer vom GutOberhof
Vor 1780, bis 1813 verwendet
Berblimio.
H: 15,3 cm, B: 10,2 cm T: 0,3 cm
Österreichisches Museum für Volkskunde, WienÖMV/ 34.721
3.1.5
Tischkalender mit HeiligennamenKarton, Papier, SpiralbindungKalendarium mit Heiligennamen
Spillern, Die Kalendermacher, 2003H: 21,5 cm, B: 29 cm
Private Leihgabe
einno
Chriffimo
INZ
入
***
Gedruckt zu Augfpuran
Hans Hofre Erben
3.1.3