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( Liedersprüche); 88 Vierzeiler( Stanzel, Schnaderhüpfel mit Melodien, Almlieder( Jodler,Almer und Bezeichnung der Nebenstimmen); 89 Tänze, Musikinstrumente, Melodien; 90Märchen( Geschichten, Volksdichtung mit dem wörtlichen Ausdruck des Erzählers); 91Spottnamen( Erzählungen, Spruchreime, Spitznamen), Ortswahrzeichen; 92 Kinderspiele( Sprüche, Reime, Rätsel...); 93 Volksbrauch( Kirtag, Volksbelustigungen); 94 Volksschau-spiele( Aufzugsspiele zu religiösen Anlässen, auch im Fasching, Texte...); 95 Aufdingen derDienstboten, Freisprechen der Lehrjungen, Kauf und Verkauf, Almauftrieb, Schlichtung vonStreit, Einzug in ein neues Haus, Ausziehen von Haus und Hof oder Ortschaft, Gebräuche/Gewohnheiten und Meinungen bei Vieh und Bienenzucht, Feld-, Garten-, Wein- und Wald-wirtschaft; 96 Jahrsbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Jahrsbrauchtum; 97 Lebensbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Lebensbrauchtum; 98 Vorrechte, Abzeichen; 99 Sagen( Denkzeichen, Erzählung aus dem Volksmund); 100 Sagen( Entstehung des Ortes, der Kir-che/ Kapelle, Heiligenleben, Sprüche); 101 Inschriften; 102 Namen und Beinamen gewisserTage und ihre Deutung; 103 Volksmeinungen( Mond, Sterne, Sternschnuppen, Irrlichter,Hagel, Wind, Sonne, Wetter, Tiere als Wetteranzeiger); 104 Traditionen( Brunnen, Bäume,Hügel); 105 Glücks- und Unglücksbringer( Pflanzen, Tiere); 106 Unheimliche Orte(... Schatzsage); 107 Hausmittel( Kräuter, Sympathiemittel, Wender/ Besprecher...); 108Nahrung, Getränke, Branntwein; 109 Kleidung( Tracht, Haartracht, Kopfbedeckung, Kopf-putz, Kinderkleidung, Stoffe, Farbe, Werktags- und Sonntags-/ Festkleidung, Abzeichen);110 Örtlichkeiten( Dorfanlage, Grundstücke, Teile des Hauses und deren Namen, Verzierungdes Hauses, Inschriften, Stall, Scheune, Hausgarten, Dünger, Hauseinrichtung, Bild-schmuck); 115 Friedhof( Inschriften, Wappen); 116 Steininschriften( Bildstöcke); 123 Juden;126 Ortssagen; 127 Altbauten( Namen, Zustand); 150 und 155 Sammlungen; 153 Gemeinde-haus( Rechtsaltertümer, Sammlungen...); 154 Bauern- und Bürgerhäuser( Architektur); 157Gedenksäulen, Gedenktafeln; 158 Wegkreuze; 172- 178 Bodenfunde, Münzgefäße, Waffen,Werkzeuge, Schmuckgegenstände; 182 Sagen, Bodenfunde betreffend; 190 Volksschauspie-le, Bauernspiele, Weihnachts-, Oster-, Fastenschauspiele, Kinderkomödien; 195 Tanzmusik,Tanzweisen; 196 Instrumente; 197 Wandermusikanten; 203 Begrenzung; 214 Holztransport;255 Verzäunung; 256 Quellen für die Orts- und Regionalkunde.
Man sieht also deutlich: Diese Umfrage ist in der Tat ein als volkskundlich anzusprechenderFragenapparat, der zwar nicht direkt als solcher bezeichnet wird, aber wir meinen, dass diehier genannten Themen im Rahmen dieser landeskundlichen Fragestellungen durchaus einfachspezifisches Programm sein konnten, um Land und Leute in ihrer Vielfalt gesamtheitlichzu erfassen. Diese Fragen wurden gesondert auch als eigenes Frageheft publiziert und imganzen Land bekannt gemacht, sie stellen somit in unserem Raum den unseres Erachtensnach doch sehr geglückten Versuch einer erstmaligen großräumigen Erfassung volkskundli-cher Quellen mittels Fragebogen dar. Folgende thematisch umfangreichere Bereiche dieserFrageliste können daher nach größeren Gruppen geordnet werden:
Personale Charaktereigenschaften, Lebensvollzug und-gewohnheiten der verschiedenen Al-tersstufen, Sprachliches, Nahrung, Kleidung, Wohnen, Lebensumraum, Arbeit, Freizeit, Ar-chitektonisches, Funde, Musikalisches, rechts- und glaubensmäßig gebundene Traditionen
etc.
Etwa zur selben Zeit hatte der auch im Verein für Landeskunde tätige Valentin Streffleur( 1808–1870) einen Vortrag auf der Sommerversammlung dieses Vereines im Krems gehaltenund dort unter dem Titel„, Land und Leute in Nieder- Oesterreich und die Methode, ihre Ei-genthümlichkeiten zu erforschen" programmatisch die Aufgaben der Landeskunde, so wie er