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Die Mariengnadenbilder Wiens und Niederösterreichs in der Barockzeit : der Wandel ihrer Ikonographie und ihrer Verehrung
Entstehung
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81 Wien I., Georgskapelle im Freisingerhof, ,, Maria, Mutter der schönen Liebe",verschollen. e sais blidnoben

Die Verehrung in der 1778-87 belegten barocken Georgskapelle des Trattnerhofes( des früheren Freisingerhofes) ist durch einen Typus des kleinen Andachtsbildeserwiesen( 1).

Lit.:( 1) Gugitz, Gnadenstätten I, 11.

82 Wien VII., St. Ulrich, 1. rechter Seitenaltar, 18. Jahrhundert( Spuren vonAnbringung von Devotionalien).

Das Bild wurde zuerst privat verehrt, dann auf einem Seitenaltar der Kirche auf-gestellt. Der Vertrieb von kleinen Andachtsbildern und Gebeten wurde 1761 ver-boten, das Bild wahrscheinlich in das Pfarrhaus verbannt. Die heutige Rahmungstammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die kleinen Andachtsbilder( 4 Typen)zeigen das Bild seitenverkehrt.albino

Lit.: Gugitz, Gnadenstätten, I, 68, 103.

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III. Um prägungen des 16. Jahrhunderts

Kopien eines unbekannten Gnadenbildes der Eleousa in trono:

Wien I., Jesuitenkirche zu den neun Engelschören, linker Triumphbogenaltar,,, Mater gratiae"( Abb. 17).

Ca. 200: 150 cm. Durch die Anbringung in der Höhe von ca. 4 bis 5 m ist jedegenauere Untersuchung und auch das Photographieren unmöglich gemacht.Ikonographie und Typus: Ikonographisch gehört das Gnadenbild demälteren Typus der Eleousa an( 1, 2), der aber in Einzelheiten freier und willkür-licher aufgefaßt ist: der linke Arm des Kindes ist nicht um den Nacken der Muttergeschlungen, sondern ruht leicht angelehnt an ihrer rechten Schulter. Auch diestützende Haltung der mütterlichen Hand ist durch das hinzugekommene Requisitdes Polsters verändert. Im ganzen wird der byzantinische Typus gewahrt, in Einzel-heiten aber im Sinn des Genrehaft- Zufälligen aufgelockert. Der altertümlicheTypus der thronenden Eleousa- Darstellung, der in dieser Form dem Trecentoangehört( 3) wurde wohl aus kultischen Gründen in dieser relativ strengen Formübernommen. Einzig das Requisit des Polsters ist eine spätere Erweiterung diesesmodifizierten Ikonentypus, der als Ganzes in ein unrepräsentatives intimes An-dachtsinterieur gestellt wird. Seit dem Meister von Flémalle bis um die Mitte des16. Jahrhunderts läßt sich diese Art der Komposition mit dem in den Raum hinein-reichenden tischartigen Möbel verfolgen, das der Muttergottes, dem Kind oder demBuch und der Lilienvase als Stütze dient und dadurch, daß es die Heiligenfigurenfragmentiert und sie in tätige Beziehungen zu den Dingen setzt, die typische Dar-stellung intimer erscheinen läßt. Schon bei Memling in der Madonna Nieuwenhoweist dieses Möbel mit einem Teppich belegt. Jene Art der Komposition scheint überBotticelli und Filippino Lippi nach Italien gelangt zu sein. Der so verwendeteTeppich ist hier erst am Anfang des 16. Jahrhunderts nachzuweisen, wenn auchVenedig der Ausgangspunkt der abendländischen Glossar ::: zum Glossareintrag  abendländischen Teppichmode gewesen war, demdie Niederlande gefolgt sind( 4). Die ikonographischen Details widersprechen derdurch die Komposition gegebenen historischen Einordnung. Die Lilienvase, die zu-erst im Zusammenhang der Darstellung der Verkündigung seit dem 13. Jahrhundertauftritt, findet sich wohl als Symbol des Kreuzestodes Christi( 5) in Darstellungen

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