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1 (1914) Werke der Volkskunst : mit besonderer Berücksichtigung Österreichs. 1.
Entstehung
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barbarischem Glossar ::: zum Glossareintrag barbarischem Charakter auftauchen, erscheint die Insel auch in geschichtlichenZeiten bis in die Gegenwart teilweise als die Heimat, teilweise das Rückzugs-gebiet vieler primitiver Glossar ::: zum Glossareintrag  primitiver Züge in Ergologie, Kunst und Brauch. Die Hof- undHausformen mit ihrer nach antiker Art geschlossenen Anlage, der altertümlicheund typenarme Hausrat, dessen Kulturhorizont noch der nackte Erdboden ist,die primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag  primitiven Kochmethoden wie die urtümlichen agrarischen Techniken, teil-weise auch die jahrhundertalte Volkstracht und zahlreiche Züge von Sitte undBrauch gehören in Sardinien ganz frühen und sonst längst überwundenen Peri-oden der mittelländischen Kulturgemeinschaft an.

Nicht minder ist auch die sardinische Volkskunst in ihren typischen Her-vorbringungen durch altertümliche Eigenart ausgezeichnet. Zu diesen inter-essantesten Typen der Hirtenkunst Sardiniens zählen die Hirtenbecher,

Fig. 26. Sardinische Hirtenbecher und Pulverhorn.( Römische Sammlung.)

von denen sich ein ausgezeichnetes Exemplar im Besitz des k. k. Museumsfür österreichische Volkskunde befindet. Es mag uns dazu dienen, den hoch-altertümlichen Charakter dieser Volkskunst, die von Reminiszenzen an früh-geschichtliche Kunstepochen ganz erfüllt ist, an einem anziehenden Beispielezu erläutern.

Das auf Tafel XV in vier Ansichten abgebildete Stück, ursprünglich unterder Bezeichnung ,, Südslawischer Hirtenbecher" im Jahre 1911 aus einer Kunst-auktion in den Museumsbesitz gelangt( Inv. Nr. 24076), ist sicher sardinischerHerkunft. Der Verfasser hat auf der italienischen ethnographischen Ausstellungzu Rom 1911 einige gänzlich verwandte Stücke von ganz gesicherter Provenienzgesehen und eine Vergleichung unseres Exemplars mit denjenigen der römi-schen Ausstellung( vergl. obenstehend in Fig. 26 die Abbildung zweier Stückeim Catalogo della Mostra di Etnografia Italiana in Piazza d'Armi, Bergamo1911, S. 9) ergab zur Evidenz die Herkunft unseres Stückes aus Sardinien.Die Vergleichung lehrt zugleich, daß es sich dabei angesichts der engen Formen-und Stilverwandtschaft um ganz typische Stücke handelt, die nach den Angabendes angeführten Katalogs und nach gef. Mitteilung des Prof. Lamberto Loriain Rom von den sardischen Hirten auf freiem Felde während der Hütarbeit

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