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Die Fig. 59-64, 67–76, 80-87, 90, 92, 95-97, 100, 101 und 106 sind dem Buche Lins,die Fig. 98, 99, 102-105, 107-109 dem Buche Berger,[ die Fig. 65 und 66 dem WerkeDonat: Methodik der Schaftweberei, III. Auflage, entnommen, während die anderen Figurenneu angefertigt wurden.
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ABCDEFGHIKLMNOPQRSTUVW
XYZ 1700
Fig. 109.
Resumé: Das Buch von Lins( 1658) ist trotz des fehlenden Textes von erst-klassiger Beschaffenheit, während das von Berger( 1701) eine mindere Arbeitdarstellt, die auch oft ein Kopieren der Lins- Ideen erkennen läßt.
Berichtigung: Auf Seite 91, 18. Zeile von unten, muß es statt Fig. 95„ Fig. 59" heißen.
Figurale Bienenstöcke aus Mähren und Böhmen.
Von Prof. Dr. M. HABERLANDT.
( Mit Tafel XXXVIII- XXXIX und 3 Textabbildungen.)
Der volkstümliche Hang an allerlei Geräten in Haus und Hof künstlerischeZier anzubringen, hat in den österreichischen Volksgebieten auch auf eine Sachein der ländlichen Wirtschaft übergegriffen, welche sonst gewöhnlich außerhalbder volkskünstlerischen Betätigung geblieben ist. Es ist das ländliche Bienen-haus oder der Bienenstock. Bekanntlich hat die Biene überall enge Beziehungenzu Gemüt und Aberglauben des Volkes¹, aber der Fall ist doch selten, daß sichdas der Honigbereiterin zugewendete volkstümliche Interesse auch in einer volks-künstlerischen Ausgestaltung der Bienenwohnung äußert. Es ist bereits in meinemWerk ,, Österreichische Volkskunst", Textband S. 144, auf die besondere Spezia-lität der Bienenstirnbretter im slowenischen Volksgebiet von Kärnten und Krain
1 E. H. Meyer, Deutsche Volkskunde, S. 216, 269.
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