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Bunte Hafnerkeramik der Renaissance in den österreichischen Ländern Österreich ob der Enns und Salzburg : bei besonderer Berücksichtigung ihrer Beziehungen zu den gleichzeitigen Arbeiten der Nürnberger Hafner
Entstehung
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Zum Vierdten. Wann ain Maister oder Khnecht In mit der Quattember Zeit aines versamb-leten Hanndtwerchs bedürfftig, Soll der Zechmaister Ime auf sein bit dasselb, doch mit vorwissen vnndZuegeben des Herrn Burgermaisters auf ain bestimbte Stundt vnnd Orth zusamen fordern. Alldasoll ain Jeder Maister, bey straff zwelf Pfening, gehorsamlich erscheinen, derselb aber, so die Hanndt-werchs versamblung begert, Ist zu die ladt zu erlegen schuldig zwelff pfening.

Zum Funfften. Wann ain Maister oder Khnecht wider Handtwerchs Ordnung vnnd gewonheitmit wortten oder werkhen hierinen benendt oder nit was Strafwirdiges Handlen vnnd verbrechenwurde, des wißlich wäre, der solle nach gelegenhait der sachen vnnd erkhanndtnus aines Handtwerchs,sovil sich ainem Hanndtwerch gezimbt, gestrafft, doch In alweg gemainer Stat vnnd dem Statgerichtalhie sein gebürliche Straff vorbehalten werden, Sich allso das Handtwerch nichts, so gerichtmässigoder der Obrigkait gehörig ist, vnndtersteen, Sonder sich destwegen Jederzeit alẞbaldt anmelden.

Zum Sechsten. Sollen alle Maister ain ainige gleiche Maß, die geschier darein zu machen,haben, vnnd khainer khain sondere maß hiezue nit brauchen.

Zum Siebendten. Soll khain Fürkhauffer bey den hieigen Maistern an den Wochenmarkhtennit fayl haben, Er sey dan Maister alhie vnd mach die hefen vnnd Pren Sie mit ainem aignen feur.Zum Achten. Soll auch khain Maister sonst Im Jar alhie nit fayl haben, dann allain Im Jar-markht, so lange die Freyung wert vnnd nit lenger, vnnd was Er nit verkhaufft, Soll Er alhie nit ein-sezen, Sondern straggs vondanen füeren.

Zum Naindten. So ain frembter Maister mit hefen hieher ferth, der soll dieselben nit vor denMaistern alhie, sonder nach Iren Ständten, so lang wie oben steet, fayl haben.

Fürs Zechendt. Soll auch khain frembter Maister nit macht haben, alhie ain Ofen zu sezen,es wäre dann, das die hieigen Maister solche Arbait nit machen wolten oder khünten.

Zum Aindtlifften. Soll auch ain Maister dem andern khain Ofen nit abwerben, noch bey Je-mandt daran anhalten, sonder an sich gewartten, biß man derhalben nach Im schikht.

Zum Zwelfften. Soll ain Maister khain hefen mit March nit merkhen, allain es sey EisentachenDie Schlechten hefen aber sollen mit zwayen griff vnd nit anders bezaichnet werden.

Zum Dreizechenten. Soll ain Maister khainen vnredlichen Khnecht über vierzehen tag nithalten noch befüerdern.

Zum Vierzechenden. Wan ain Khnecht Erst hieher khumbt vnnd arbeit begert, So soll der-selb dem Maister, der am lengesten khainen Khnecht In Arbait gehabt, gesezt werden.

Zum Funffzechenten. Soll ain Maister nit Zwen Khnecht mit oder neben ainander sezen, auß-genomen die andern Maister hetten den ainen Nit zu füerdern oder Ime Arbeit zu geben.

Zum Sechzechendten. Soll khain Maister dem andern seinen Khnecht In mit seines ver-sprochenen Zill auß der Arbait nit abwerben, wolt aber der Khnecht die Zeit nit erstrekhen, So sollEr doch vor vierzehn tagen khainen andern Maister alhie einzusteen nit macht haben.

Zum Sibenzechendten. Wann nach dem Willen Gottes ain Maister zeitlichen todts abgeet,auch hinach sein verlassne wittib, Allẞdan sollen Ir beeden Khinder das Handtwerch zu treiben, nochmit Khauffen vnnd verkhauffen, sovil das Handtwerch betrifft, was zuhandlen weiter nit macht haben,Es sey dan das die Sün selbst Maister werden, oder die Döchter wider zu Redlichen Maistern be-heuraten.

Zum Achtzechendten. So ain Maister oder wittib das Handtwerch vor der ladt vnnd ainemHanndtwerch aufsagt, der oder dieselb soll alẞdann mit Khauffen vnnd verkhauffen, sovil das Handt-werch beriert( vnvergriffen der Burgerschafft Hanndtierung) weiter zu handlen nit macht haben. Wolteaber der oder dieselb hinach über khurz oder lang das Hanndtwerch wider umarbaiten vnnd treiben,So sollen Sie sich desthalben mit ainem Hanndtwerch auf ein Neues zuvergleichen schuldig vnnd ehenit zuelässig sein.

Zum Neunzechendten. Welcher Khnecht alhie Maister werden will, der soll sich bey demHerrn Burgermaister vnnd ainem Ersamen Rath anmelden, sein gebuerts vnnd Lehrbrief fürlegen vnndwann Er allda genaigten willen vnnd vertröstung hatt, alẞdan mit solchen Khundtschafften für ainHanndtwerch khomen, daselbs Ime nach verscheinung vierzehen tag nachvolgundte Maisterstuekh zumachen angezaiget vnnd auferlegt werden sollen, Als nemblich so soll ain Jeder, der maister werdenwill, zuvor dise Maisterstuekh zu machen schuldig sein.

Erstlich ain dritl höfen aus dem Poden mit ainem Deller, Andern ain Essigkhrueg, darein ainoster Emer wein geet, Dritten ain berichten Khnopff, da ain mezen khorn In die Schale khombt,Viertten ain Sturz über ain Zallhöfen von ainem Stuekh, Fünfften ain Enger Khrueg von ainem Stuekh

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