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Bunte Hafnerkeramik der Renaissance in den österreichischen Ländern Österreich ob der Enns und Salzburg : bei besonderer Berücksichtigung ihrer Beziehungen zu den gleichzeitigen Arbeiten der Nürnberger Hafner
Entstehung
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man mit Tonwaren noch nicht hausieren ging; schon gar nicht mit so großen Arbeiten, wie es dieFlorianer Ölberggruppe ist. Die künstlerische Betätigung der Ennser Hafnerwerkstätten wird unsbegreiflicher, wenn wir wissen, daß in der Stadt schon etwa 1180 die Herzoge von Steyr eine Münz-stätte besaßen und ihr 1212 Herzog Leopold VII. von Österreich das in der Geschichte österreichischen

Fig 43. Siegel desHafners Wolf Dechatreid

in Enns. 1599

Fig. 43. Siegel desHafners Georg Müllnerin Eans. 1627.

Fig. 44 Siegel desHafners Sebastian Zimmermannin En 1630.

Städtewesens berühmte Ennser Stadtrecht verlieh. Auch das benachbarte reiche und kunstfreudigeAugustinerstift St. Florian äußerte gewiß seinen günstigen Einfluß.

Immerhin hat Enns seine Stellung in kunstgewerblicher Hinsicht später aufgegeben und anWels abgetreten. Dort erlischt die Kunst im Handwerk um die Mitte des 16. Jahrhunderts; hier erhebtsie sich um dieselbe Zeit zu nennenswerter Größe. So auch in der Keramik. Wir werden in Ab-schnitt VII sehen, daß Wels der Erzeugungsort der besten Renaissanceöfen Oberösterreichs geworden ist.

NEL

ARKA

HAGIMOIN VEL

Fig. 45. Siegel des Handwerkes

der Hafner in Wels. Um 1600.

Fig. 46. Siegel des Handwerkes

der Hafner in Enns. Um 1580.