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Tripolitanisch-tunisische Beduinenlieder
Entstehung
Seite
120
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( 851) Piff! Paff! Das europäische Pulver graupelte.( 852) SeinBlei prasselte( 853) hinter der Sänfte der Gazelle mit dem wohl-riechenden Haare.( 854) Ich, Manssûr, habe dies treffliche Liedgemacht;( 855) ich bin durch die Schönheit meiner Sprache be-rühmt;( 856) dem Gegner gebe ich bittres Krauta und Gift zutrinken!

XXII. Mäḥ sûs.

Rekabb:

( 856) Langwierig ist mein Leiden! Liebeskrank wanke ich ein-her( 857) und gehe über die Erde wie ein Schatten!( 858) Warumfragst du mich aus und forschest nach?( 859) Dadurch, mein Freund,bereitest du mir nur neuneuen Kummer!( 860) Geh, lass mich allein inmeiner Unruhe!( 861) Peinvolle Zustände schnüren eng mich ein!( 862) Auf der öden Ebene gradaus vor mir( 863) flackert eine Luft-spiegelung mit wechselvollen Bildern,( 864) ähnlich dem Gewogedes tosenden Meeres;( 865) dann verzieht sie sich, doch ohnemeine Sorge zu mindern.( 866) Die Sehnsucht nach demMädchen hat mich matt gemacht:( 867) die Elenden halten sievor mir verborgen!( 868) O Kümmernisse meines Herzens über dasersehnte Lieb!

Dscherîdac:

( 869) O Kümmernisse meines Herzens! Wenn ich doch( 870) einemutig vorstürmende Stute der zierlichsten der Rosse besässe!

a Vgl. S. 96 Anm. a.

b Den Rekâb singt in diesen Mäḥsûs- Liedern nach der Angabe meinesGewährsmannes der Meister der Sänger( ezzmîm oder essîh, vgl. d. Einl.), dieDscherîda dagegen die Schüler( essáxfa); dies sind also Wechselgesänge.