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Tripolitanisch-tunisische Beduinenlieder
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( 145) Das Herz, welches liebt, ist in Unglück und Qual;( 146) vonder Liebe erreicht, verdorrt es.( 147) Wie könnte ich mich nachdem Genusse dieser Liebe wieder beruhigen( 148) und des Nachtsgleichgültigen Gemütes einschlafen?

( 149) Ich schlafe und klage.( 150) Eben wegen der Liebe zumeiner Holden wünsche ich mir mein Ende.( 151) Mir gleichtder Tauber, der einsam sucht und weint,( 152) von der heftigstenSehnsucht und Unruhe ergriffen.

IX. Gsîm.

die Trennung von ihr hat( 154) man lud die Sänften auf

( 153) Fortgezogen ist ihr Stamm;neue Kohlen in mein Inneres gelegt;die trefflichen Kameele, zog ab( 155) und brach um Mitternacht auf, eiligganz in der Frühe( 156) und( lange) bevor die Sonne über den Hügelnerschien.( 157) Der Führer des Stammes rief mit lauter Stimme.( 158) Das Tamburin schlug ein schwarzer Sohn des Bilal.( 159) DieReiter trugen prächtige Schärpen( 160) und ritten auf stämmigenRossen.( 161) Der Führer sass auf einer mutigen braunen Stute,( 162) die gut lief und nicht leicht ermüdete; ihre Steigbügel glitzerten.( 163) Sieben wollene Satteldecken zeigten sich, o Zuhörer, denerstaunten Blicken( 164) und wallten hinunter nach dem Hinterteileder Stute; ferner hatte sie Glöckchen und ein Tuch, das überihrem Hinterteile flatterte.( 165) Ihr Reiter trug gar stolze Kleidung:( 166) über die gestickte Weste hatte er ein kurzes Jacket angezogen.( 167) Ich zog also meines Weges allein weiter und dachte undmerkte weiter nichts;( 168) der laute Tritt meines wiehernden Rosses

a Die Zeitbestimmungen in V. 155 u. 156 wollen nicht recht genauzusammen passen.

b Bilal war der Muezzin des Propheten und zwar ein Schwarzer( öfters beiSprenger, Leben Muhammed's). Die Neger Glossar ::: zum Glossareintrag  Neger betrachten ihn als ihren Stammvater