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Tripolitanisch-tunisische Beduinenlieder
Entstehung
Seite
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wedeln und unruhig hin- und herzuschiessen( 293) wie ein Vogelkurz nach Sonnenaufgang,( 294) der( am Abend vorher) sein Nestnicht finden konnte und es jetzt in schnellem Fluge erreicht.( 295) Dies Lied hat Ben Zrûg verfasst,( 296) nachdem ihm Gottdas Augenlicht nahm, und er blind wurde a.

XII. Ein Mûgef über ein Gewitter.

( 297) Der Blitz, welcher aufflammte, sah wie ein die Luft durch-schneidendes Schwert aus;( 298) er schimmerte mit Lichtglanz;( 299) erfuhr zuckend und immer wieder aufzuckend daher und liess Funkensprühen;( 300) er sauste vorüber und zeigte die dunkeln Wolken'.( 301) Er raste wild und ungestüm vorwärts, während Regen-güsse herabrauschten( 302) und der Donner grollte.( 303) Die Gewitter-flut bedeckte Ebenen und Höhenzüge.( 304) Nun sprosste Allesreichlich.

( 305) Der Regen liess den Rasen grünen,( 306) dass er mitBlumen prangte.( 307) Das bannte die Sorge aus dem Herzen.( 308) Die Leute, die Herden besitzen, begaben sich nach der Gegend,wo das Gewitter niedergegangen war:

( 309) Die Leute der Freigiebigkeit und der Macht,( 310) derKenntnis und der guten Sitten,( 311) der Kämpfe und der Siege,( 312) sie, die niemandem die Gastfreundschaft verweigern.

( 313) Ihr Stamm verliess seinen Wohnort.( 314) Früh bracher auf;( 315) später machte er in einer Niederung in der WüsteHalt,( 316) in einsamer Gegend mit schrecklichen Luftspiegelungen.( 317) Da nahten räuberisch die verbündeten Feindeshorden( 318) und griffen die Herden an.( 319) Die Alten und die Jungenstürmten zur Abwehr( 320) gleich zornigen Löwen.

a G: Gott liebt es nicht, wenn der Mensch den Blitz betrachtet; den, derimmer in den Blitz hineinschaut, macht Gott blind.

b So n. d. Erklärer; wörtlich: er machte die Wolken dunkel.