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Tripolitanisch-tunisische Beduinenlieder
Entstehung
Seite
VII
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VORWORT.

Der Verfasser, der letzthin als erste Frucht seiner afri-kanischen Reisen eine Sammlung von Märchen und Gedichten imarabischen Dialekt der Stadt Tunis veröffentlichte, übergiebt hiermiteine Anzahl von Liedern, die er aus dem Munde tunisischer undtripolitanischer Beduinensänger gesammelt hat, der Öffentlichkeitund hofft, durch diesen Schritt einerseits die so wichtigen arabischenDialekte Nordafrikas noch bekannter zu machen, anderseits dieverwickelten metrischen Verhältnisse der vulgären oder halbvulgärenarabischen Poesie zu beleuchten. Zugleich dürfte der Inhalt dieserLieder dem Leser einen interessanten Einblick in das Kulturlebenjener Beduinen geben können.

Doch soll nicht behauptet werden, dass der Verfasser derErste sei, der über vulgärarabische Metrik Untersuchungen anstellte:kein Geringerer als sein hochverdienter Lehrer, Herr ProfessorDr. A. Socin, hat auf diesem Gebiete gearbeitet( s. S. 24 Anm. 44),während auch andere Gelehrte, wie Wallin, Wetzstein, Gies undletzthin namentlich E. Sachau( s. S. 9 Anm. 17 u. 39 Z. 2) denoder jenen Punkt auf diesem Gebiete schon berührt haben.* Vonrhythmischen Verhältnissen hat allerdings noch Niemand vor demVerfasser gesprochen: wenn Letzterer diesen Beziehungen kaummehr als zwei Seiten widmet, so geschieht es deshalb, weil er nichtdas im Voraus sagen will, was er in einer Spezialstudie in nichtallzulanger Zeit zu sagen beabsichtigt. In dankbarster Gesinnung

* Vgl. auch Socin und Stumme in ZDMG Bd. 48 S. 22 ff.