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baren Modifikation der Aussprache des Arabischen im Munde derosttunisischen und tripolitanischen Beduinen. Ich sage wiederspeziell der ost tunisischen, weil ich bei west tunisischen Beduinendieselben Modifikationen der Aussprache nicht gefunden habe,5 vielmehr habe ich bemerkt, dass diese letzteren ein,>, jund b( gerade wie die algierischen Steppen- und Wüstenbewohner)sehr wohl kannten. Zwar habe ich nicht von sämtlichen StämmenAlgeriens, Tunisiens und Tripolitaniens Leute in der Residenz desBey hiernach aushorchen können, dennoch aber halte ich mich10 für berechtigt, aufzustellen, dass wir, je weiter wir von Algeriennach Tripolis zu die Aussprache der Beduinen von Stamm zuStamm mustern, eine umsogrössere Einfachheit in der Ausspracheder Konsonanten( und ebenso der Vokale) bemerken können 28.
Man betrachte die Transkription der hier publizierten Lieder15 und führe sich zu Gemüte, wieviel einfacher dieselbe ist als dieder Texte in meiner vorjährigen Publikation! Die Spiranten tund d und die emphatischen Laute t, d und s( sowie q) sindgeschwunden, und wir bemerken jetzt:
t ohne Unterschied für ursprüngliches
20
d
27
99
29
"
>,
und b;und( bezw. b);
S
99
27
وو
"
س
und
ص
( und statt urspr. emphat. ein natürlich nicht emphat. g29).Inbezug auf die bei der Transkription zu wählenden Vokal-zeichen kommen wir fast stets mit a, e, i und u aus; nur ganz25 selten ist die Anwendung von Zeichen wie e( z. B. bei hend V. 97;
V. 482, J; ib., V. 578, JV. 608, V. 753, V. 891,V. 961; vgl. namentlich die verschiedenen Vögel und Pflanzen, die inV. 279 u. 280, bezw. 210 u. 267, namhaft gemacht werden.
28 Tripolitanien und seine Hauptstadt habe ich leider nie besucht, wohlaber mich in Tunis nach ihrem Dialekt erkundigt; vgl. übrigens das Urteilv. Maltzan's in ZDMG Bd. 23, S. 656 Z. 2( vgl. meine Tunis. Märchen S. XVIIoben) und Z. 16 über die Aussprache der Tripolitaner: es stimmt genaumit meinen Beobachtungen( die zweite Stelle lautet:„ Die Tripolitaner zeigendie Eigentümlichkeit, dass sie in ihrer Aussprache manches mit den Algeriern,die ihnen geographisch doch ferner liegen, gemein haben, während ihr Wort-schatz sich mehr dem tunisischen nähert"). Über die Dentale im Maltesischens. Anm. 32.
29 Dies haben aber fast alle Beduinen Nordafrikas( über die ägyptischens. Vollers, Lehrbuch d. Ägypto- Arabischen Umgangssprache, Kairo 1890, S. 7).Bei Socin, Zum Arab. Dialekt von Marokko sind zwei g vorhanden( s. das. S. 9),ein härteres, das meist einem, und ein weicheres, das meist einem erweichtenoder gutturalen で entspricht.