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15 + 10 European identities : Österreichisches Museum für Volkskunde ; [21. April bis 4. Juli 2004 ; eine Ausstellung anlässlich des EU-Beitritts zehn neuer Mitgliedsländer am 1. Mai 2004]
Entstehung
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Vorwort

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In Fortführung und gewissermaßen Internationalisierung einer früheren Ausstellungsidee,bei der 1996 unter dem Titel»> Post vom schönen Österreich«< sämtliche Kommunen des Landesdazu aufgefordert worden waren,» ein Stück Heimat« an das Österreichische Museum fürVolkskunde in Wien zu senden, erbaten wir diesmal von Kolleginnen und Kollegen, die im BereichEuropäische Ethnologie und in verwandten Fächern arbeiten, bzw. von den jeweiligen Ethno-graphischen oder National- Museen in Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Tschechischenund Slowakischen Republik, Slowenien, Ungarn und Zypern je ein zeitgenössisches, möglichstsymbolgeladenes Objekt, das als>> typisch« für das jeweilige Land gelten kann, das einengewissen Repräsentationscharakter hat, und mit dem sich die Bewohner der Länder identifi-zieren können. Die Gegenstände sollten einen moderaten Wert haben, leicht zu verschickensein und nicht aus den eigenen Sammlungen stammen, um im Anschluß an die Ausstellungim Wiener Museum als»> Zeitzeugen« verbleiben zu können.

Die Kollegen und Kolleginnen wurden weiters gebeten, diese Objekte in einem kurzenText in Bezug auf ihre lokale oder nationale Herkunft, wie auch ihre historischen Wurzeln undgegenwärtigen Bedeutungen zu interpretieren. Von allen kontaktierten Personen und Institu-tionen kamen ausnahmslos spontane und außerordentlich kooperative wie freundliche Reak-tionen, für die an dieser Stelle sehr herzlich zu danken ist. Den übersandten Gegenständenwurde je ein Objekt oder ein kleines Ensemble aus demselben Land aus den eigenen Samm-lungen des Hauses gegenübergestellt. Die Interpretation dieser teilweise schon viele Jahr-zehnte im Museum befindlichen Realien bezieht sich hier naturgemäß auf ihre historische Be-deutung, den Kontext Ihres Erwerbs und der insgesamt aus dem jeweiligen Land im Hause vor-handenen Sammlungen.

Die daraus entstandene Ausstellung, die der vorliegende Katalog illustriert und kommentiert,ist ein durchaus subjektiver Befund, der bei einer anderen Auswahl der Partnerinstitutionenoder-individuen auch ganz anders hätte ausfallen können. Dasselbe gilt selbstredend für dieAuswahl der Gegenstände aus dem Österreichischen Museum für Volkskunde, die aus einemreichen Fundus an Optionen schöpfte. Die Auswahlkriterien der Widmungen kennen wir nuraus den Interpretationen der Absender. Unsere eigenen waren von verschiedenen Motivengeleitet. Zunächst sollten unterschiedliche Objektgruppen und Zeitstellungen berücksichtigtwerden, in manchen Fällen wurde speziell auf das übersandte Objekt reagiert. Zuvorderst aber