häuser und„, Feuerungs- Anlagen"( Eigl/ Salzburg) und das oberdeutsche Haus( Merin-ger/ Wien) bis zu den Übersichten von Rudolf Henning( Straßburg)- als prominentem Ver-treter der deutschen Hausforschung – über das deutsche Haus und Gustav Bancalari( Linz)über den Stand der österreichischen Hausforschung.
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Die Vertreter der neu etablierten Hausforschung innerhalb der Wiener AnthropologischenGesellschaft kamen aus sehr unterschiedlichen Bereichen. Schon Gustav Bancalari und Ru-dolf Meringer als frühe Exponenten können paradigmatisch für den weiten Rahmen stehen:vom Schulabbrecher und pensionierten Oberst bis zum Universitätsprofessor. Eine weitereFacette fügte Johann Reinhard Bünker hinzu, der sich als Zeichenlehrer in Sopron von derkünstlerischen Seite der Materie näherte und schon aufgrund seiner Biographie für eine ver-gleichende Betrachtung prädestiniert war: als Sohn Schweizer Einwanderer in Kärnten gebo-ren, war er mit einer gebürtigen Saarbrücknerin verheiratet und nahm als Lehrer in Soprondie ungarische Staatsbürgerschaft an.
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Bancalari als ehemaliger Offizier zeigte bei seinen Forschungen und Publikationen eindurchaus planmäßiges Vorgehen. Er publizierte regelmäßig in zwei Serien: von 1890 bis1893 in der deutschen Wochenzeitschrift„ Das Ausland" und von 1896 bis 1900, dem Jahrseines Todes, in den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft. Zusätzlich veröffent-lichte er 1893 einen umfangreichen Beitrag in der Zeitschrift des Deutschen und Österreichi-schen Alpenvereins, mit dem er Amateure motivieren wollte, Fotos und Zeichnungen vonHäusern einzusenden. 25 Mit diesem Plan, der allerdings nicht sonderlich erfolgreich war,stand Bancalari in der Sammeltradition des 19. Jahrhunderts und war Teil einer Entwicklung,die unter dem Titel„ Liebhaber und Wissenschaft 26 1984 bei einer Tagung in Münster undfür unser Fach- zum Beispiel 2010 in Hinblick auf die Schweizerische Gesellschaft fürVolkskunde thematisiert wurde.²
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Bancalari bezeichnete einerseits das von ihm gesammelte und publizierte Material als„, Roh-stoff* 28 für andere, die er als kompetenter erachtete, Interpretationen zu liefern, kritisiertejedoch schon in seinen frühen Arbeiten durchaus auch Wissenschaftler, besonders wenn sieethnische Interpretationen vertraten. Die Stammeszuordnungen der„ Klassiker“ Rudolf Hen-
23 Vierte gemeinschaftliche Sitzung. In: MAGW 24( 1894), S.[ 151]-[ 177], hier S.[ 164]-[ 173], Zitat 164. ZurZusammenarbeit zwischen Berliner und Wiener Anthropologischer Gesellschaft vgl. a. Sonja Fatouretchi: DieAchse Berlin Wien in den Anfängen der Ethnologie von 1869 bis 1906. Dipl.- Arb. Wien 2009, zur Hausfor-schung S. 93-98.
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24 Otto Bünker: Johann Reinhard Bünker- Sein Lebenswerk für die Volkskunde. Eisenstadt 1982, S. 7-10.25 Gustav Bancalari: Die Hausforschung und ihre bisherigen Ergebnisse in den Ostalpen. In: Zeitschrift desDeutschen und Österreichischen Alpenvereins 24( 1893), S. 128-174, hier S. 174.
26 Richard Toellner: Liebhaber und Wissenschaft. Zur Rolle des Amateurs in der Geschichte der Wissenschaf-ten. Ansprache zur Einführung in das Symposion.( XXIII. Symposium der Gesellschaft für Wissenschaftsge-schichte, 16.- 18. 5. 1985 in Münster). In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 9( 1986), S. 137-145.
27 Franziska Schürch u. a.( Hg.): Vereintes Wissen. Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung.Ein Buch zum 100. Geburtstag der Sektion Basel der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde. Münster u.a. 2010(= culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, 4).
28 Gustav Bancalari: Vorgang bei der Hausforschung. In: MAGW 22( 1892), S.[ 57]-[ 66], hier S.[ 57]; diese-zumindest rhetorische- Einschätzung als Zuträger zeigt sich auch in ders.: Das Süddeutsche Wohnhaus ,, fränki-scher" Form. Eine volkskundliche Studie. In: Globus 67( 1895), S. 201-207, hier S. 201, wo er auf die Pläne fürdie ,, Bauernhauswerke" hinweist:„ Die österreichischen Ingenieure und Architekten haben sich bekanntlich mitden reichsdeutschen zusammengethan, um im Vereine die volkstümlichen Bauten zu ermitteln und darzustellen.Hoffentlich kommen sie zu gutem Ende, und meine Arbeit kann als ein vorläufiger RekognoszierungsberichtDienste thun."
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