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a) Auswertung historischer Bild- und Schriftquellen zur Sachkultur
b) Gerätekundliche Feldforschungen und Museumserhebungen
c) Frühe Zeugnisse der Mechanisierung der Landwirtschaft im 19. Jahrhundertd) Wörter und Sachen- Dinge und Zeichen
e) Geräteforschung morgen: industrielle Arbeitsmittel.
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Vor allem brachte der Regensburger Kongress ,, Umgang mit Sachen“ neue Ansatzpunkte.2Er lenkte den Blick auf die Dinge als Zeichen geänderter Lebensbedingungen und als Mittelzur Lebensbewältigung. Dabei müsse, wie Helmut Fielhauer in seinem Referat über ,, Indust-rielle Arbeitsmittel und Kultur" gezeigt hat, auch die Industriegesellschaft einbezogen wer-den, um solcherart die Geräteforschung wieder in jenen größeren Zusammenhang zu stellen,hinter dem sich die Probleme der Arbeit verbergen.
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Auf Anregung von Helmut Fielhauer wurde die Kommission für„ Arbeiterkultur" in derDGV gegründet. Ihr Augenmerk galt einer Volkskunde„ von unten", dem vergessenen Arbei-terproletariat. Auf die erste Tagung 1980 in Wien, bei der Bockhorn über„ Ansätze der Erfor-schung von Arbeiterkultur in Hinblick auf Wien und Ostösterreich" referierte und zu derauch ein Tagungsbericht erschien25, folgten in rascher Folge weitere Tagungen der Kommis-sion, die nicht nur für die Volkskunde, sondern auch für die Geschichtsforschung richtungs-weisend wurden. So ist im Vorwort der Herausgeber der„ Geschichte von unten“ zu lesen:
,, Geschichtsforschung begann sich nach einer Phase der Theoriefeindlichkeit und eineran Personen und Ereignissen orientierten Wissenschaft stärker in Richtung einer sozi-alwissenschaftlich orientierten Forschung zu etablieren. Sozialen Prozessen und Struk-turen galt nun das primäre Forschungsinteresse. Wahrnehmungs- und Bewusstseins-formen insbesondere der kleinen Leute', aber auch deren materielle Verhältnisse, wa-ren außerhalb der Betrachtung geblieben. Vieles von dem, was heute unter einem um-fassenden Kulturbegriff subsumiert wird, geriet kaum ins Blickfeld der Forschung.Es waren Berührungsängste, vor allem zur Volkskunde, die auf dieses Defizit aufmerk-sam machten.(...) Es geht den Herausgebern der, Kulturstudien' darum, Kultur histo-risch und in der Gegenwart als Lebenszusammenhang deutlich zu machen. Kultur nichtaufgesplittert in, Hochkultur' und, Alltagskultur', sondern als Lebenstotalität.❝26
In diesem Band fordert Helmut P. Fielhauer einen neuen Kulturbegriff:
,, Es muss ein weiter Kulturbegriff sein, der es eben den Werktätigen erlaubt, ihr Lebenals Kultur zu verstehen, indem gerade sie sich mit der Arbeit von der Natur absetzen,um menschliche Bedürfnisse befriedigen zu können." Und er postuliert ,, Volkskundekann nicht länger eine„, Geisteswissenschaft" bleiben, die das Wesen ihres Gegenstan-des nur erahnt; sie muss eine Sozialwissenschaft sein, damit Kultur wieder an den ,, all-gemeinen Einzelnen“ zurückgebunden wird." 27
23 Umgang mit Sachen. Zur Kulturgeschichte des Dinggebrauchs. 23. Deutscher Volkskundekongress in Re-gensburg vom 6.- 11. Oktober 1981, hg. v. Konrad Köstlin und Hermann Bausinger. Regensburg 1983( Regensburger Schriften zur Volkskunde, Bd. 1).
24 Helmut P. Fielhauer, ebda., S. 191-210.
25 Helmut P. Fielhauer und Olaf Bockhorn( Hg.): Die andere Kultur. Volkskunde, Sozialwissenschaften undArbeiterkultur. Ein Tagungsbericht. Wien[ u. a.] 1982.
26 Geschichte von unten. Fragestellungen, Methoden und Projekte einer Geschichte des Alltags, hg. von HubertCh. Ehalt. Wien 1984(= Kulturstudien, Bd. 1).
27 Helmut P. Fielhauer: Volkskunde als demokratische Geschichtsschreibung. Ebda., S. 59–79.