93. Die Geschichte vom Fisolenhansl. Von Familie Skrabl, Rotwein. Das Märchengehört zum Typ ,, Hans Dumm"( KHM 1812 Nr. 54, bei BP I, 485 ff. Nr. 54 a).Die Erzählung wurde durch Basiles Pentamerone als 3. Erzählung des1. Tages berühmt und ist auch verschiedentlich in die Kunstdichtung einge-digangen. Die vorliegende Fassung schließt sich vor allem im Eingangsmotiv vonder Erlösung der drei Verzauberten enger an die Erzählung bei Basile alsaiban die Grimm'sche Version. Unklar bleibt hier die Herkunft des Kindes, dielebei Grimm damit motiviert ist, daß Hans Dumm es der Prinzessin angewünschthat. Das Märchen ist im Deutschen relativ selten aufgezeichnet worden, häufigjedoch im südost- und osteuropäischen Raum. Im Russischen war die Geschichtegegen Ende des 18. Jahrhunderts auch als Volksbuch verbreitet. Vgl. BP a. a. O.94. Die goldene Gans. Von Familie Skrabl, Rotwein. Eine Variante zu dem weit-verbreiteten Märchen ,, Die goldene Gans"( KHM 64, BP II, 39 ff.) Vgl. auchHaiding, S. 126 und die Anmerkungen S. 439. Eine slowenische Fassung#brachte Gabršček, S. 241, Nr. 31.
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95. Der Teufel soll das Siebente holen. Von Familie Skrabl, Rotwein. Es handeltsich um eine lokalisierte, freilich schon etwas verblaßte Fassung des allgemeineuropäischen Märchens vom ,, Rumpelstilzchen"( KHM 55, BP I, 459). Vgl. auchG. Polivka, Tom- Tit- Tot.( Zeitschrift f. Volkskunde, Bd. X, 1900, S. 382 ff.)Im Slowenischen wird dieselbe Geschichte vom škratelj( Schratl) und vomBerkmandeljc( Bergmandl) erzählt( vgl. Kretzenbacher, S. 13 und Kelemina,$ 119, S. 388 f.). Diese entsprechen auch der Verwandlungsgestalt des Teufelsin der vorliegenden Fassung. Es fehlt hier der meist charakteristische Name,der ja freilich auch nicht erraten werden muß, wie dies in den meisten anderen110 Varianten der Fall ist. Der Teufel tritt jedoch auch anderwärts öfters als Hilf-isdo reicher auf. Vgl. auch Haiding, S. 245, und die Anmerkungen über dieösterreichischen Belege S. 454.
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96. Das Hexenmädchen am Wotsch. Mitgeteilt von Johann Sarnitz, Kötsch. EinFragment zum Märchentyp„ Der Trommler"( KHM 193), wo das Märchen vonder Schwanjungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Schwanjungfrau mit den Motiven der Aufgaben für den Freier, die nurmit Hilfe des zauberkundigen Mädchens zu lösen sind, und der gemeinsamenFlucht der beiden verbunden ist. Die Aufgabe, den Teich auszuschöpfen, kommthäufig vor. Bemerkenswert ist hier die Forderung, die Aufgaben mit hölzer-nen und daher unzulänglichen Geräten auszuführen. Auch das Erraten derBraut aus drei völlig gleichen Verwandelten gehört in diesen Motivkreis. DasMotiv der„, magischen Flucht", das gewöhnlich anschloß, wobei sich dieFlüchtenden durch das Auswerfen magischer Gegenstände oder durch Ver-Rowandlung der Verfolgung entziehen, ist hier verwischt. Vgl. über den Motiv-bkomplex A. Aarne, Die magische Flucht. Eine Märchenstudie.( FolkloreFellows Communications, Nr. 92) Helsinki 1930.
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97. Das Stiefkind. Von Familie Skrabl, Rotwein.( Schlosser, Sagenkreis der007 Poštela, S. 51, Nr. 71,, Marienlegende von der Habakukebene".) Die Erzählunggehört zum Typ des Märchens von der Frau Holle"( KHM 24, BP I, 207 ff.),jedenfalls mit dem Grundmotiv von der guten, bescheidenen und der bösenund anmaßenden Schwester. Das Brot, das über den Hang hinunter rollt, magan den Verlust der Spindel erinnern, kommt jedoch in bulgarischen und tsche-chischen Varianten des genannten Typs( vgl. BP I, 217, 222 f.) mehrfach vor,ebenso die Wahl zwischen schwarz und weiß. Jedenfalls entscheidet die Wahldes Unansehnlichen, Geringeren. Die Muttergottes tritt in mehreren Variantenan die Stelle des Märchenwesens, so z. B. in französischen und polnischenFassungen( vgl. BP I, 215, 218).
98. Die Geschichte vom Paltschek.( Schlosser, Sagenkreis der Poštela, S. 58,Nr. 75). Paleč oder Palečnjak entspricht dem deutschen Däumling( slow.palec Daumen). Vgl. Kretzenbacher, S. 14. Es handelt sich um einegute Variante des Märchens von„ Daumerlings Wanderschaft"( KHM 45, BP I,389 ff.) in ziemlich vollständiger Reihung der bekannten Motive. Eine ältere,kürzere Aufzeichnung findet sich bei J. N. Vogl,( Slavonische) Volksmärchen.Wien 1837, S. 187„ Der kleine Kerza", allerdings mit anderem Eingang undanderem Schluß. Eine weitere, sehr ähnliche Fassung aus dem benachbartenBereich bringt Krauß, Bd. I, S. 420, Nr. 92, eine ziemlich genau überein-stimmende aus Mähren findet sich in Pohadky a pověsti našeho lidu, Prag 1882,S. 22, Nr. 11. Aus Österreich sind bisher keine eigentlichen Däumlings- Varianten
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