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Bachern-Sagen : Volksüberlieferungen aus der alten Untersteiermark
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nise Touad asb dain sesi W os toA aw dod and ob hate mediayTeism sildsl billow asidiomiod ebaods nodomusmonad our gowano ab his buste osobbaddi sodio stambul bodyus obsoll ih IV. Von Hexenwerk und Zauberei

43. Der Hexenausflug

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In Schleinitz lebten um 1700 zwei Bauern, deren Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber Hexen warenund des Nachts oft durch die Lüfte ritten. Da kam eines Tages den einenBauern die Lust an, bei so einem Hexenausflug dabei zu sein. Die Frauenwaren damit einverstanden, beschmierten ihn nach Hexenbrauch wie sichselber am ganzen Leib mit Fett und flogen noch am gleichen Abend mit ihmaus. Sie fielen in einen Keller einer entfernteren Ortschaft ein, taten sichdort am Wein gütlich und fanden auch manchen guten Bissen. Schließlichwaren sie alle betrunken. Schon dämmerte der Morgen herauf und dieHexen rüsteten zum Heimritt. Der Mann aber wollte noch vom Johannis-segen kosten, einem besonders feinen Tropfen, der zu Johanni in der Kirchegesegnet worden war, von dem die Hexen daher nicht trinken dürfen. Soflogen denn die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber durch die verschlossene Tür davon und ließen denMann allein im versperrten Keller zurück. Th

Mittlerweile war es Tag geworden und der Herr des Gehöftes begannsein Tagewerk. Er kam auch in den Keller und fand dort den fremdenMann. Der verstand es, ihn glauben zu machen, daß er von zwei fremdenHexen wider Willen verschleppt worden wäre, er hätte nur vom Johannis-segen kosten wollen, da hätten die Hexen ihn verlassen. Er redete so, daßder andere zu guter Letzt noch Mitleid mit ihm hatte und ihn laufen ließ.

44. Der Hexentanz

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Einst ging ein Musikant des Abends von einer Tanzunterhaltung nachHause. Da sausten plötzlich halb neun Uhr mochte es etwa gewesenseinein paar Hexen daher, packten ihn und entführten ihn durch dieLüfte. Nach einer Weile ließen sie sich wieder zur Erde nieder, setzten denMusikanten auf einen Lindenbaum und hießen ihn aufspielen, während siewie irrsinnig dazu tanzten. Endlich wurde der Musikant hungrig undverlangte zu essen. Was die Hexen ihm brachten, schmeckte vortrefflich. Daer aber in der Finsternis nicht sehen konnte, was es war, steckte er ein paarBrocken davon in die Tasche, um sie später bei Tageslicht zu betrachten.

Die Hexen konnten sich gar nicht satt tanzen, nur schienen sie plötzlichihres Tanzplatzes überdrüssig und trugen ihren Musikus mit sich fort aufeine blanke Eisfläche, wo er weiter aufspielen mußte. Er hatte sie nach undnach alle erkannt, denn es waren Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber aus seinem Dorf. Doch drohtensie, ihm die Zunge auszureißen, wenn es ihm einfallen sollte, sie zu verraten.

Mit einem Mal aber waren die Hexen verschwunden und der Musikantstand allein mitten auf dem Eis. In der stock finsteren Nacht konnte er sichnicht zurechtfinden. So lief er unentwegt im Kreis herum, um sich nichtvollends zu verirren und seine Füße warm zu halten, denn es war bitterkalt. Als es endlich Tag wurde, fand er sich in einer stockfremden Gegendwieder. Nun untersuchte er auch seine Taschen und sah, daß er in der NachtPferde-, Kuh- und Schweinemist gegessen hatte.

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