007 woda Boda bi od
bod o
JobVII. Von alten Kirchen und historischen Stättenni sited ads found bello
-92
77. Alt- Marburg
Südöstlich von Marburg liegt, heute schon als Vorort in die Stadt ein-bezogen, das Dorf Thesen, nordöstlich davon der Straschuner Wald, dochist der Name Straschun auch noch weiter südlich zu finden. Beide Namen,slov. Tezno, Strašun, sollen eine unheimliche Gegend bezeichnen, die demMenschen Angst einflößt. Auch die Ortschaften Roßwein und Rotwein ge-hören noch zu diesem Bereich. In den Lehmbrüchen am Fuß des Bachernsind vorgeschichtliche Gefäße gefunden worden, die auf alte Besiedlungschließen lassen. Ein breiter Graben wird hier„ Alte Drau" genannt. AufRoßweiner Grund stoßen die Bauern beim Pflügen öfters auf alte Mauer-reste. Im Eichenwald bei Schloß Windenau stand einst eine evangelischePredigtstation mit Kirche und Friedhof, die zur Zeit der Gegenreformationdem Erdboden gleich gemacht wurden; später wurde dort ein dreifacherGalgen errichtet. Das alte Rotwein soll der Sage nach vor der Türkenzeitetwa sechshundert Schritte nordöstlich des heutigen Dorfes gelegen sein.Diese Umstände haben wohl die Sagenbildung um eine versunkene Stadtbegünstigt, die nach mancher Überlieferung auch Alt- Marburg genanntwird. Um 1850 will man auch noch im Wald eine Stelle besonders üppigwuchernder Bäume gewußt haben, wo früher der Kirchturm der ver-sunkenen Stadt gestanden sein soll.
Alt- Marburg oder die Alte Stadt, die Versunkene Stadt, wird aberauch das römerzeitliche Marburg, die Römerstadt, genannt. An ihrer Stelleliegen heute nasse Wiesen, aus deren Tiefe mitunter Glockengeläute zuhören sein soll. Man hat auch des öfteren rötlich- gelbe Lichter über denWiesen hüpfen gesehen, die sich nicht fangen ließen. Es sollen ArmeSeelen sein.
78. St. Wolfgang am Bachern
Als der heilige Wolfgang in die Untersteiermark kam, stieg er auf denBachern, um sich den schönsten Platz für einen Kirchenbau auszusuchen.Da er nun droben Umschau hielt, hörte er eine Stimme aus dem Himmel:,, Wenn du etwa die Hilfe des Teufels brauchst, so nimm seine Bedingungenan, denn der erste Pilger wird keine Seele haben." Im gleichen Augenblickwimmelten eine Unmenge kleiner Teufel um die Füße des Heiligen undboten ihm ihre Dienste an. Belzebub, der Anführer aller Teufel, übernahmden Bau der Kirche, doch sollte dafür der erste Pilger, der die Kirchebetrete, ihm gehören. Kaum war der Bau fertig, stand auch schon derOberteufel mit seinem ganzen Gefolge bereit, sich seinen Lohn zu holen.Da sprang ein Wolf mit einem Lamm im Rachen zur Tür herein. DasLamm nahm der hl. Wolfgang an sich, denn davon war im Pakt nicht dieRede gewesen, der Wolf aber sollte als der erste Pilger dem Teufel zu-fallen. Im Nu stürzten sich die tausend Teufel auf ihn, jeder wollte ihnpacken, doch blieb jedem nur ein Haar aus seinem Pelz in der Hand. Als
52