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Bachern-Sagen : Volksüberlieferungen aus der alten Untersteiermark
Entstehung
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angaben); ferner F. Frh. v. Andrian, Über Wetterzauberei.( Mitteilungend. Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Bd. XXIV, 1894, S. 1-39, bes. 30 f.)und verwandte Sagen bei Hey 1, S. 38, Nr. 49, S. 109, Nr. 76; Vonbun- Beitl,Nr. 57 und S. 264; Graber, Sagen und Märchen, S. 64 ff.

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47. Der Sträfling Huditsch. Mitgeteilt von Martin Rečnik, Rotwein. Hudič( ausslow. hud böse, schlecht) gehört zu den slowenischen Synonymen für,, Teufel", also ist der Charakter des Sträflings hier schon mit dem Namenangedeutet. Vgl. Kretzenbacher, S. 22 ff. Der Huditsch wurde allgemeinals der Erzzauberer angesehen. 1711 fand in Marburg die letzte Hinrichtungwegen Zauberei statt, doch war der Glaube daran 1910 durchaus noch nichterloschen. So erzählte man:, In früheren Zeiten waren die Leute bedeutendstärker als heutzutage. Noch um 1870 lebte in Obersteier ein Maurergesell,der vermochte durch die bloße Kraft seines Blickes einen Schleifstein entzwei-zusprengen." Zauberer, die ihre Kunst noch ausübten, wurden als, lebendigeTeufel" bezeichnet; sie beschäftigten sich mit allerhand Heilzauber und sollenimstande gewesen sein, alle Krankheiten zu heilen, den Tod hinauszuschieben,aber den Tod auch nach Wunsch anderen vorzeitig an den Hals zu hetzen.In Wahrheit waren es Bauernfänger und Betrüger, die gleich kartenschlagendenWahrsagerinnen viel Unrecht angerichtet haben. Der Zynismus eines solchenJasZauberers brachte im Verein mit der Leichtgläubigkeit des Volkes 1895 eine

brave, jahrhundertelang am nördlichen Bachern ansäßige Familie um Hausund Hof. Schon Bücher, etwa ein vom Pfarrer zufällig liegengelassenes latei-anisches Brevier, erweckten den Verdacht der Zauberei. So tritt in einer Schatz-sage der Poschtela ein gewisser vulgo Andrejtschek auf, ein alter verkrüppelterMann Glossar ::: zum Glossareintrag Mann, der in dem Rufe stand, sich auf Zauberkunst und Hexerei zu verstehen;,, denn", sagte der Volksmund,, er hätte eine Menge Bücher!"

48. Der Freischütz. Mitgeteilt von Franz Martschitsch, Feistritz. Zur Gabe desWildbannens vgl. HDA IV, 586, wo auch die hier nicht angeführten zauberischenMittel zur Erlangung dieser Eigenschaft genannt sind. Vgl. auch Kelemina,S. 75 ff. Eine unserer Sage sehr ähnliche aus Sachsen bringt Meiche, S. 495,Nr. 644.

49. Der gottlose Kossn. Mitgeteilt von Franz Martschitsch, Feistritz. Über denBauern Kossn vgl. Schlosser, Sagenkreis der Poštela, S. 49. Siehe auchGrimm, Sagen, Nr. 257 und die norddeutsche Sage bei Ranke, Sagenbuch,S. 45, wonach der Jäger auf eine an den Baum geklebte Hostie schießt, diegleichfalls blutet. Vgl. auch oben Nr. 48.

50. Schwammzauber. Mitgeteilt von Therese Graschitz, Rotwein. Vgl. Schlosser,Sagenkreis der Poštela, S. 37, Nr. 35.

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51. Das blühende Geld in der Graschitzkapelle. Mitgeteilt von Familie Skrabl,Rotwein. Zum Schatzglauben im allgemeinen vgl. HDA. VII, 1002 ff. Von Schatz-feuern, dem Leuchten, Flammen oder Blühen" des Schatzes wird oft gespro-chen. Siehe z. B. Panzer, Bd. I, S. 284; Heyl S. 162, Nr. 68, S. 686, Nr. 6.Das Schweigen gehört fast durchwegs zu den Spielregeln des Schatzhebens;selbst Lachen oder Niesen kann den Erfolg zunichte machen. Vgl. z. B. Graber,Sagen, S. 41; Hey 1, S. 516, Nr. 83; Zingerle, Sagen, S. 97, Nr. 215; Ranke,Sagenbuch, S. 243; Meiche, S. 684, Nr. 848, S. 725, Nr. 897, S. 737, Nr. 907.52. Der junge Komauer flieht vor dem Geld. Mitgeteilt von Komauer jun. selbst.Vgl. die Aemerkungen zu Nr. 51. Bei Hey 1, S. 515, Nr. 82, wirft die Fraueinen Rosenkranz auf den blühenden Schatz, um ihn zu bannen.

53. Wie die Zisterne entstand. Allgemein verbreitet. Vgl. ergänzend Schlosser,Sagenkreis der Poštela, S. 43, Nr. 55: Ihre Tiefe war dem Volk immer einRätsel. Bald hieß es, sie sei unermeßlich tief, bald wollte man schon bei25 Klafter( 47 m) den Grund gefunden haben. Wirft man einen Stein hinein,so ertönt unterirdisches Gurgeln. Das Wasser sei schwarz. Im Innern führe eineStiege zu einem tiefen Keller. Die ganze Poschtela, aber ganz besonders dieZisterne, beherberge Schätze. Namentlich angeführt werden eine Kiste Gold,ein goldener Trog und eine kupferne Schatztruhe. So darf es nicht wundernehmen, wenn eine Schatzsage den Ursprung der Zisterne zum Gegenstandnimmt und es wiederholt versucht wurde, den hier vermuteten Schatz derPoschtela zu heben. Doch hütet diesen ein greulicher Lindwurm, der imZisternenschacht haust.- Der grüngekleidete Fremde ist wohl der Teufel,der als Hüter aller Schätze gilt und oft versucht, die Schatzheber zu stören und

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