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Geschichte der österreichischen Volkskunde
Entstehung
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dem Geist jener gleichen Sachlichkeit, die ich selbst als Patronindieses Buches angerufen habe.

In dieser Meinung erlaube ich mir auch die Arbeit einemGelehrten zu widmen, der mir nicht nur in methodischer Hinsichtseit vielen Jahren Vorbild ist, sondern der auch als Muster un-bestechlicher Sachlichkeit und Wahrheitsliebe die beste Traditionunserer Wissenschaft verkörpert, Edmund Frieß, dem Meister derhistorischen Volkskunde Niederösterreichs. Sehr viel von dem,was hier niedergelegt erscheint, ist schon vor Jahren, vor undwährend des zweiten Weltkrieges, in seiner stillen MariahilferGelehrtenstube angeregt und besprochen worden. In Zeiten derbedauerlichen Vernachlässigung des Geistes der Wissenschaft-lichkeit hat mich sein unbeirrbarer Idealismus, seine edle Über-zeugung von der inneren Sinnhaftigkeit des wissenschaftlichenLebens und Arbeitens immer wieder aufgerichtet. In herzlichdankbarer Verehrung sei ihm daher gerade diese Überschau derGeschichte unserer Volkskunde gewidmet.

Schließlich nehme ich gern die Gelegenheit wahr, jenen Insti-tutionen meinen Dank abzustatten, die das Erscheinen diesesBuches gefördert haben. Es sind dies vor allem der Notring derwissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs, der Magistrat derStadt Wien, und zwar hier besonders das Amt für Kultur undVolksbildung, und die Niederösterreichische Landesregierung. Siealle haben durch Druckkostenbeiträge dem ÖsterreichischenBundesverlag geholfen, den Verlag des Buches zu übernehmen.Dem Bundesverlag selbst und seinem Direktor, meinem verehrtenFreund Dr. Rudolf Dechant, gilt endlich mein besonderer Dankfür die verlegerische Fürsorge, die er seit 1945 unserer ganzenvolkskundlichen Arbeit und nun auch diesem Buch zugewendethat, das nicht zuletzt über das Werden dieser Arbeit berichten soll.

Wien, 15. Juli 1951

Leopold Schmidt

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