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Die Mariengnadenbilder Wiens und Niederösterreichs in der Barockzeit : der Wandel ihrer Ikonographie und ihrer Verehrung
Entstehung
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Kopien:

29 Wien I., Augustinerkirche, 2. linker Seitenaltar.

Das Bild befand sich zuerst im Klarissenkloster( Königinkloster) am Josephsplatz,wohin es als Nachbildung der im Profeẞhaus der Jesuiten in Rom befindlichenKopie des Gnadenbildes durch Königin Elisabeth von Frankreich( Tochter Maxi-milians II.) geschenkt wurde, die es vom Hl. Franz Borgia erhalten hatte. Elisa-beth kam 1578 nach dem Tode Karls IX. mit dem Bild nach Wien zurück, daseine starke dynastisch- familiäre Verehrung genoß, so daß es als Palladium desHauses Österreich bezeichnet wurde( 1, 2, 3). Bei ihrem Tode 1592 kam es in dasvon ihr gestiftete Königinkloster, 1702 wurde es dort öffentlich zur Verehrungausgestellt. Die allgemein politische und das Haus Österreich betreffende Verehrungwar noch im 18. Jahrhundert wirksam. So wurde der Sieg Prinz Eugens bei Peter-wardein am 5. August 1716 durch Papst Clemens IX. der Hilfe Mariens unter demTitel Maria Schnee( Fest am 5. August) zugeschrieben. Nach der Aufhebung desKöniginklosters 1782 kam das Bild in die Augustinerkirche, zuerst auf den Hoch-altar, seit 1875 auf einen Seitenaltar.

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Eine wahrscheinlich nicht ganz gelungene Kopie des Gnadenbildes, die so-genannte Knödelmuttergottes, wurde ebenfalls in der Kirche des Königinklostersverehrt( 6).

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Lit.:( 1) Maurer- Kolb, 43,( 2) Beissel, Wallfahrten, 122.( 3) A. Missong, HeiligesWien, Wien 1933, 45.( 4) Gugitz, Andachtsbild, 127.( 5) Gugitz, Legenden, 92.( 6) Gugitz, Gnadenstätten, I, 3, 19.( 7) Das Wiennerische Andachtsbüchl....Wien 1707, 65( zur Feier des Festes Maria Schnee unter Teilnahme der Maje-stäten im Königinkloster).

Wien I., St. Anna( ehemalige Noviziatskirche der Jesuiten).

Seit 1629 in der linken Nische der Seitenkapelle. Reich mit Devotionalien geschmückt.Lit.:( 1) Missong, 99.( 2) Gugitz, Andachtsbild. 125.( 3) Gugitz, Gnaden-stätten, I, 1.

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Wien I., Jesuitenkirche am Hof ,, Zu den Neun Engelschören".

Kapelle zu Ehren Maria Schnee im Alten Profeßhaus der Jesuiten am Hof 1635durch P. Wilhelm de Lamormaini S. J. errichtet, der schon 1625 eine italienischeKongregation gegründet hatte. Diese trägt seit 1755 den Titel Madonna della

Neve". Das am Ende des 18. Jahrhunderts durch zwei kleine Andachtsbilderbezeugte Gnadenbild vielleicht mit dem heute in der vierten Kapelle rechtsder Kirche verehrten identisch.

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Lit.:( 1) Maurer- Kolb, 29.( 2) Gugitz, Andachtsbild, 127.( 3) Gugitz, Gnaden-stätten, I, 27.

Drosendorf, Marktkirche Hl. Martin.

1693 wurde im Walde bei Drosendorf bei einer unter der Betreuung eines Ein-siedlers stehenden, als heilsam bekannten Quelle eine Wallfahrtskirche erbaut,die 1700 vollendet wurde. Die erste Kirchfahrt fand am 7. 8. 1712 statt. Die Kirchewurde 1750 vergrößert, 1782 abgerissen. Das Gnadenbild befindet sich seit 1786in der Martinskirche in Drosendorf. Die Wallfahrt wurde besonders durch AbtPaul III. von Geras( 1746-80) gefördert.

Lit.:( 1) Maurer- Kolb, 392.( 2) M. Riesenhuber, Die kirchlichen Kunstdenk-mäler des Bistums St. Pölten 1923, 48.( 3) Die Wallfahrt zum María- Schnee-Bründl, o. O., o. J., 5 ff.( 4) Gugitz, Gnadenstätten, II, 15.

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