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Die Wallfahrten nach Adlwang im Lichte der Mirakelbücher : (1620-1746) ; eine volkskundlich-kulturhistorische Studie
Entstehung
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und über einer Quelle errichtet ist, der Ersatz für das frühere Gotteshausgeschaffen. Nach A. Depinys Angabe( s. Oberösterreichisches Sagenbuch.S. 384 f. Nr. 112) wäre hier nur der Sage nach ehedem eine Nicolaikirchegestanden. St. Nikolai wird indessen bereits 777 in der StiftungsurkundeKremsmünster erwähnt. Die Kirche wurde 1784 abgebrochen. Der CodexFridericianus bezeichnet sie 1302 als Filialkirche von Waldneukirchen( s. Haus u. Heimat, Beilage zur Linzer Tagespost v. 8. Febr. 1941; Österr.Heimatkalender, Salzburg 1950, S. 112: O. Schmotzer, Alte Geschichtenaus Adlwang). Von dieser Kirche ist noch ein Stein mit einem Loch, vomVolk, die Hand" genannt, erhalten, in der die Leute ihre kranken Händezur Heilung stecken.

47) Vgl. I. Zibermayer, a. a. O., S. 58 f.; E. Friess,., Volksglaube u.Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum im Ybbstale" a. a. O. N. F. I.( Wien 1928), S. 236 ff.

48) Vgl. hiezu die Verwendung von Leichenfett in Gustav Jungbauer,..Deutsche Volksmedizin". Berlin u. Leipzig 1934, S. 154 f.

49) Diese in der Barockzeit in größeren Wallfahrtsorten Österreichisvorkommende Sitte findet sich z. B. auch in Maria Hilf in Wien vor. Vgl.unsere diesbezgl. Abhandlung a. a. O.

50) Vgl. im allgemeinen Erich u. Beitl, a. a. O., Artikel ,, Lucia",S. 466 f.

51) Vgl. für Franz Xaver G. Schreiber, Deutschland und Spanien,Düsseldorf o. J.( 1936), S. 198 ff.

52) Vgl. Artikel Laurenz' v. A. Wrede im Handwörterbuch desDeutschen Aberglaubens" V, 924 ff.

53) Vgl. die Schrift von Ulrich Freiherr v. Zaigelius,..Das Leben derhl. Anna, Mutter der allerseeligsten Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfrau Maria nebst einer neuntägigenAndacht und der Beschreibung der rechten Hand dieser großen Heiligen,die in der St. Annakirche in Wien öffentlich verehrt wird", Wien 1836,S. 36 ff. Der Kult der Hand der hl. Anna in der Wiener St. Annakirchewird kurz erwähnt bei A. Missong ,, Heiliges Wien" 1933, S. 87. EineLiteraturangabe hiezu fehlt allerdings.

54) G. Schreiber, Deutschland und Spanien, S. 192 ff.

55) Hiezu sei noch ergänzt, daß It, einem Salzburgischen Visitations-berichte von 1614 unter den Votiven beim Marienaltar in Köstendorf unteranderem Seidenfäden Serica" geopfert wurden, vgl. Österreichische Kunst-topographie( Salzburg. politischer Bezirk, bearbeitet von P. Buberl u. Fr.Martin) Bd. X, S. 77( Serica chinesische sc. Seide).

56) Das Buch ist betitelt: Melchior Mihelitsch, Marianischer Gnaden-schall des wunderthätigen Gnadenbilds Maria- Huelf zu Grätz 1739, 2 Bde.,Belegstelle I. Bd.. S. 163.

57) Sericum album et rubrum, geweihete Seide, geweihete Flock-Seide, sub porta templi St. Stephani non procul a tabula nigra, Viennaecoèmi, Erysipelata dum circa membra, hoc malo adfecta, ligatur, sanarecreditur. Aegroti restituti postea laudatum sericum, instar holocausti, inaltare vel ad cuiusdam Sti. imaginem collocant. Aus dem Jahre 1631ist uns ein Fall bekannt, in dem eine vom ,, Blutgang" befreite schwangereFrau rote Flettseide und 4 weisse Kerzen in der Wiener Franziskaner-kirche dem Gnadenbilde Maria Grünberg oder auch Maria mit der Axtgenannt als Dankopfer darbrachte( vgl. Handschriftliches Mirakelbuch von1628 bis 1648 im Archiv des Franziskanerklosters in Wien sowie E. Friessu. G. Gugitz, Zum gegenreformatorischen Bilderkult in Wien". S. A. ausdem ,, Jahrbuche des Vereines für Geschichte der Stadt Wien", 3. u. 4. Bd.,Wien 1942, S. 112). Vgi. auch Leopold Schmidt, Die Bedeutung der Wall-fahrt Maria Einsiedeln auf dem Kalvarienberg bei Eisenstadt, Horn 1948,S. 16.

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58) 1680, Steinbach a. d. Steyr,( 1 Fall).