raume von 1681-1698 gebucht. Unter diesen erschien viermal diehl. Maria, in den anderen Fällen das Adlwanger Gnadenbild. Zwei-mal, im Jahre 1681 und in einem undatierten Falle, zeigte sich dieAdlwanger Madonna dem Kranken im Traume sogar in demselbengelben Kleide, in dem sie dann tatsächlich der genesene Pilger inder Adlwanger Wallfahrtskirche erschaute. In einer undatiertenMirakelbucheintragung wird auch einmal einer überirdischen Stimmegedacht, die zu einer Adlwanger Kirchfahrt anspornte.
Wie in anderen österreichischen Mirakelbüchern dieser Zeitsind auch in den Adlwangern 9 Fälle gebucht, in denen infolge einesAufschubes oder einer Nichteinlösung des Gelöbnisses ein Rückfallin die Krankheit eingetreten ist. Die derartigen 9 Vorkommenscheinen in den Jahren 1680-1683 auf. Es ist bezeichnend, daßWallfahrten nach anderen Gnadenorten als kein Ersatz für einegelobte Adlwanger Pilgerfahrt aufgefaßt worden sind. Zufolge einerMirakelbucheintragung wird 1681 eine Frau, die zu dem Marienaltarder Dominikaner in Steyr wallfahrtet, dennoch rückfällig.
4. Wallfahrtsbegleitung und Stellvertretung
Eine Wallfahrtsbegleitung hat in der Regel nur bei unmündigenKindern stattgehabt, bei der die Eltern oder meist die Mutter alleinmit dem Kinde eine Wallfahrt nach Adlwang unternommen hat. Be-gleitpersonen in anderen Fällen gehörten dem Mirakelbuche zufolgehier zu den Seltenheiten und dienten meist zur Erhöhung des feier-lichen Charakters der Pilgerfahrt. Nur viermal ist in den hiesigenGnadenbeweisaufzeichnungen davon die Rede, und zwar in denJahren 1681, 1682( zweimal) und 1692. 1681 wird ein in Linz wohn-hafter Mann von seiner Frau und seinen Freunden auf der Kirch-fahrt begleitet, 1682 pilgert eine in Salzburg seẞhafte Frau mit ihremManne und Verwandten nach Adlwang und im gleichen Jahre ziehtein Votant mit seinem Verwandtenkreise aus Linz hierher. Im Jahre1692 muß es sich um eine ungenannt gelassen sein wollende adeligePersönlichkeit, deren Wohnort nicht angegeben ist, gleichfalls ge-handelt haben, da erwähnt wird, daß sie in Begleitung zweier jungerHerren und zweier Fräulein die Adlwanger Wallfahrtskirche be-sucht hat.
Berufsmäßige Stellvertreter für die Wallfahrt nach Adlwanghat es nicht gegeben. Auch sonstige Stellvertretung war, soviel manaus den Mirakelbüchern schließen darf, hier eine Ausnahme und tratin der Regel nur bei dringender Verhinderung des Votanten, so beiKrankheit desselben ein. Von den fünf uns überlieferten Fällenerscheint als ältester der von 1681, wobei eine Frau aus dem nieder-österreichischen Haag( heute Stadt) für eine junge Mutter, die noch
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