bringen, damit er sie schlachte. Doch sie gingen nicht in den Keller, sondernliefen von zu Hause weg. Sie kamen in eine Stadt, wo man einen neuen Königkrönen wollte: man warf die Krone aus dem Fenster in das Volk, und aufwessen Kopf sie landete, der sollte der neue König sein. Sie fiel auf GeorgsKopf; er wurde König und machte den Hans zum Wesir.- Ihre Mutter machteinzwischen zwei Kreuze vor dem Haus, so als ob die Kinder gestorben wären.Der Mann kehrte mit dem Schiff zurück und weinte um seine Kinder. Nacheiner Woche wollte auch er den neuen König grüßen. Seine Kinder erkanntenihn, er sie aber nicht. Er erzählte ihnen sein Leid. Bei Tisch gaben sie sichzu erkennen und erzählten ihm von den Untaten ihrer Mutter. Da ließ derKönig das Haus umzingeln, die Frau und der„ Mohr Glossar ::: zum Glossareintrag Mohr" wurden herausge-bracht; sie wurde mit je einem Fuß an ein Maultier gebunden und ausein-andergerissen, der Mohr Glossar ::: zum Glossareintrag Mohr hatte das gleiche Schicksal. ,, Weder ihr wart dort,noch ich selbst glaube es."
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Hier handelt es sich um AaTh 567( 64 griechische Varianten). Die Einleitungmit der Henne, die diamantene Eier legt, fehlt in keiner griechischen Varian-te; das gleiche läßt sich auch bei den ausländischen Versionen feststellen. ImGegensatz dazu fehlt häufig eines der Motive der Haupterzählung, nach demderjenige, der die Leber des Wundervogels ißt, jeden Morgen unter seinemKopfpolster Golddukaten findet( es fehlt, wie wir sehen, auch in der hieraufgezeichneten Variante). Und doch steht dieses Thema in engerer Bezie-hung als jedes andere zur Einleitung, so daß seine häufige Absenz als Indizdafür gelten kann, daß diese Einleitung trotz ihrer heutigen universellenVerbreitetheit nicht zu den ursprünglichen Elementen der Erzählung gehörthat, die anfänglich wohl einfach den Gebrauch der totemistischen Mählerwiderspiegelte, die stattfanden, um an den außergewöhnlichen Eigenschaf-ten des Totem teilhaben zu können: Kraft, Wissen usw., das heißt alles das,was die anderen Themen der Erzählung aufweisen und was vergleichsweiseauch die ältesten Versionsaufzeichnungen bezeugen( vgl. Ranke, op.cit. wieAnm. 365, S. 30). Die goldenen usw. Gegenstände werden von Tierengeboren( vgl. AaTh 563) 418, was„ märchenhafter" ist, erfunden in einerspäteren Phase des Märchenerzählens, als die spielende Phantasie bereitsbreiten Boden gewonnen hatte, das Märchen dermaßen in eine„, künstleri-schere" Gattung umwandelnd und seinen anfänglichen krassen Realismusmildernd. Man kann also in AaTh 567 zwei aufeinanderfolgende kulturhi-storische Entwicklungsstufen voneinander abheben.
Einen späteren Zusatz stellt in jedem Fall das folgendes Motiv dar, das invielen griechischen und fremden Varianten( aber nicht in der vorliegenden)auftaucht: Die Königstochter, die das Geheimnis des Wundervogels erfährt,macht ihre Brüder betrunken und bringt sie dazu, das, was sie von der Hennegegessen hat, zu erbrechen, am Ende jedoch wird sie dazu gezwungen, die
418 Vom Typ AaTh 563 glaubt man, daß er sich in der frühbyzantinischen Epoche"( 300-1000 n.Chr.) ausgebildet habe( Liungman, op.cit. S. 171).
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