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Studien zum griechischen Märchen
Entstehung
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1. DER TAPFERE KÖNIGSSOHN

Eine kinderlose Königin wird auf Rat einer alten Frau durch den Genuß vonMorgenurin der Stallpferde schwanger. Das nach neun Monaten entbundenebärenstarke und ewig hungrige Wunderkind spielt mit schweren Eisenbällen,die es auf seinen Rücken fallen läßt, ohne Schaden zu erleiden. Auf dem Wegzur Jagd trifft er zwei Draken, die als Kraftprobe Bäume ausreißen und sichim Weitwurf proben. Der Königssohn wirft sie zu Boden und will sie mitseinem Eisenball töten, da ergeben sie sich und werden sein Gefolge.Ähnliches geschieht mit einem anderen Draken, der einen haushohen Steinwälzt. In einer dritten Begegnung besiegt er einen Draken, indem er ihn biszum Hals in den Marmor schlägt. Er fragt ihn nach den drei verzaubertenKönigstöchtern, die dieser als Glas, als Besen und als Spiegel zu Hauseeingeschlossen hat. Er erfährt, daß sie mit dem Unsterblichen Wasser zuentzaubern seien, sodann schlägt er ihm den Kopf ab. Im Hause des Drakenentzaubert er die Königstöchter und schickt sie heim. Beim Reiskochenerscheint jedesmal ein Kopf, der ihnen alles wegfriẞßt, bis ihn der Königssohnin zwei Stücke haut. Dem einen Draken, der ihm rät, die anderen, die dasEreignis bisher veschwiegen hätten, zu töten, haut er den Kopf ab. Dannsteigt er in einen Brunnen, um sich vom Tod des Kopfes zu überzeugen. Dortfindet er hinter einer Tür eine andere Welt mit Häusern, Feldern, Bergenund Bäumen. In einem Haus stößt er auf eine Alte, die mit ihrer Spucke Teigknetet. Auf die Frage, ob sie denn kein Wasser hätte, erzählt die Alte voneinem Ungeheuer, das das Wasser absperre, und dieses nur solange laufenließe, als es die ihm geopferten Mädchen verspeise. Heute sei die Königs-tochter an der Reihe. Er nimmt einen Krug und geht zum Brunnen. Dort setzter sich hin und wartet: da kommt auch schon die weinende Königstochter.Sie sagt ihm, er solle entfliehen, doch auf ihren Knien läßt er sich lausen.Dabei schläft er ein. Da erscheint das siebenköpfige Ungeheuer, und derJüngling erwacht von den Tränen des Mädchens, die auf sein Gesichttropfen. Mit dem ersten Schwertsteich schlägt er dem Drachen vier Köpfeab, mit dem zweiten die anderen drei. Da läuft das Wasser mit Blutvermischt, und der tapfere Köngissohn füllt die Krüge der Alten. DieKönigstochter schickt er nach Hause. Auf dem Weg begegnet sie einemKöhler, der sie nötigt, ihn als rettenden Helden auszugeben. Er hängt sichsieben gesalzene Hundezungen an den Gürtel, um seine Heldentat zubeweisen. Aber auch der Königssohn schneidet die Drachenzungen ausund hängt sie an seinen Gürtel. Der König läßt seine Tochter mit ihremvermeintlichen Retter, den Köhler, verheiraten. 40 Tage und Nächtedauert das Hochzeitsfest. Auch der Königssohn macht sich auf den Ratder Alten auf zum Palast. Auf dem Weg trifft er auf ein Haus mit dreiWaisenmädchen. Er verspricht sie zu verheiraten, das jüngste will erselbst zur Frau nehmen. Er bringt sie zum Brunnen und läßt sie hinauf-ziehen. Als die Draken die Schönheit der jüngsten Tochter sehen, daschneiden sie das Seil durch, als er selbst etwa in der Mitte ist. Doch

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