Das Leben der Bienen
Janez Gregori
1.1. Systematische Stellung der Honigbiene
Die Honigbiene( Apis mellifica L.) gehört zu den Gliederfüßern( Arthropoda) aus derKlasse der Insekten( Insecta) und der Ordnung der Hautflügler( Hymenoptera). Füruns sind besonders die Vertreter der höhern Bienen( Apidae), zu der die Unterfami-lien der wilden( solitären) Pelz- und Holzbienen( Anthophorinae und Xylocopinae),Hummeln( Bombinae), stachellosen Bienen( Meliponinae) und Echten Bienen( Api-nae) vereint werden, interessant.
Solitäre Bienen leben einzeln und legen in der Regel keine größeren Nahrungsreser-ven an. Nur befruchtete Weibchen überwintern.
Die Hummeln sameln Pollen mit ihren Hinterfüßen und ernähren sich in erster Linievon Nektar. Sie legen in der Erde oder auf der Erdoberfläche kleinere Nester an undsammeln darin einige Nahrungsvorräte. In dem Nest leben die Drohnen, die Köni-gin und die Arbeiterinnen. Das Nest wird aus Wachs gebaut, das von den Weib-chen an der Unterseite des Hinterleibes, zwischen dem 2. und 4. Segment, ausge-schwitzt und mit Nadelholzharz und dem Harz von Blattknospen einiger Laubbäu-me vermischt wird. In einem Nest befinden sich bis zu 2000 Hummeln. Nur be-fruchtete Königinnen überwintern. Im Gegensatz zur Honigbiene fliegen Hummelnschon bei Temperaturen unter 12° C aus. Wichtig sind sie für die Bestäubung vonBlüten mit einem tiefen Blütenkelch( Kleearten, Luzerne usw.), weil sie einen län-geren Rüssel haben als die Bienen. Die Zahl der Hummeln geht zurück, auch weiles immer weniger unbestellte Flächen gibt, die allein geeignet sind für ihren Nest-bau.
Stachellose Bienen schwitzen ebenfalls Wachs aus Drüsen des 2. bis 4. Hinterleib-segments aus und zwar sowohl Königinnen als auch Arbeiterinnen und Drohnen.Bei der Wabenherstellung wird das Wachs mit Harzen und Erde gemischt. Die Kö-nigin unterscheidet sich stark von den Arbeiterinnen sowohl nach der Größe alsauch nach der Farbe. Bei den meisten Arten ist sie nicht flugfähig. Stachellose Bie-nen leben in Baumhöhlen oder in der Erde, ihre Waben sind in Etagen gebaut. EineFamilie kann bis zu 80 000 Mitglieder haben. Einige Gattungen haben keinen Gift-stachel. Vertreter dieser Unterfamilie sind in erster Linien in den Tropen in Süd-amerika verbreitet und sind für die Bienenzucht ohne Bedeutung, weil sie nicht inStöcken gehalten werden können.