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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
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Verwendung und Bedeutung von Bienenerzeugnissen in Slowenien

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Macht verschiedener Gesellschaftsgruppen überein. Bis zur Mitte des 14. Jahrhun-derts wurde beim Siegeln meist nur Bienenwachs verwendet, zumindest außerhalbdes slowenischen Gebietes wurde aber seit dem 11. Jahrhundert auch rot odergrün gefärbtes Wachs üblich. Im 13. Jahrhundert kommt auch schon braunes vor.Das Siegeln mit rotem Wachs war seit dem 14. Jahrhundert ein Zeichen der höch-sten Macht: es fand bei Landesfürsten, der Kirche und denjenigen Verwendung,denen dieses Recht ausdrücklich vom Herrscher verliehen wurde. Seit dem 16.Jahrhundert setzt sich das rote Wachssiegel allgemeiner durch, in den folgendenJahrhunderten wurde es etwas völlig Alltägliches. Doch behielten die Urkundenvon Machthabern ein besonderes Zeichen bei: die Siegel wurden in Holzschach-teln, seit dem 18. Jahrhundert auch in Metallschachteln aufbewahrt, die man ander Urkunde anbrachte. Das rote Siegel( jedoch nicht aus Bienenwachs) hat sichstellenweise bis auf den heutigen Tag erhalten. Mindestens ab der zweiten Hälfedes 15. Jahrhunderts wurden Urkunden nicht nur zur Bestätigung, sondern auchwegen der sg. litterae clausae an der Rückseite gesiegelt. Unter der einfachen Be-völkerung kam das Siegeln nicht auf. Nur einige Siegelringe von Fuhrleuten deutendarauf hin, daß diese bäuerlichen oder halbbäuerlichen Leute manchmal Siegelverwendeten: sehr wahrscheinlich im Zusammenhang von Transporten als Zusatzoder Ergänzung zu den Händlersiegeln.

2.2. Wachs als Beleuchtungsmittel

Wachskerzen waren bis zur Einführung des elektrischen Lichts die vornehmste Be-leuchtungsart. Seit dem hohen Mittelalter und bis zum Beginn des 20. Jahrhun-derts wurden sie nur von den höchsten Schichten und besonders Reichen verwen-det. Beim niedrigeren Adel und beim Bürgertum wurden Wachskerzen nur bei fest-lichen Anlässen verwendet.

Erst nach der Entdeckung von Stearin im Jahre 1818 und von Paraffin im Jahre1830 kam die Kerzenbeleuchtung in größerem Maße auch in den Häusern der we-niger vermögenden Bevölkerung auf; doch nur bis zum letzten Drittel des 19. Jahr-hunderts, als Petroleumlampen üblich wurden, die auch von der bäuerlichen Bevöl-kerung übernommen wurden. In Bauernhäusern hatten sich Kerzen nie als alltägli-che Beleuchtung durchgesetzt. Allgemein üblich war die Kienspanbeleuchtung, invermögenderen Häusern und beim Adel verwendete man auch hausgemachteTalgkerzen oder Talg- und Öllampen mit Docht. Die Geltung der Wachskerzen wur-de durch verzierte Konsolenständer, Kerzenständer und Luster noch betont; Stän-der für Talgkerzen waren in der Regel viel einfacher.

Wenn die Indizien stimmen, daß die Alpenslawen sich mit Bienenhaltung und Met-herstellung beschäftigten, kann logischerweise auch die Verwendung von Wachsvorausgesetzt werden. Bei der einfachen Metherstellung mußten nämlich die Ho-nigwaben in Wasser eingeweicht werden, um den Honig zu lösen; die Wachswa-ben bleiben dabei als Rückstand. Es ist wenig wahrscheinlich, daß die Alpensla-