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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Stane Mihelič

Rede, sondern auch von Abgaben in Form von Bienenstöcken. Aus ersteren könntenoch die Zeidlerei angenommen werden, letztere müssen schon die Haushaltungvoraussetzen.

Die Herrschaften legten ein zunehmendes Interesse an der Bienenhaltung an denTag, da der Bedarf an Honig und Wachs dauernd stieg. Aus Wachs wurden Kerzengearbeitet, besonders für Kirchen und Klöster, der Honig stellte in jener Zeit deneinzigen Süßstoff dar; aus Honig wurde in großen Mengen Met zubereitet, es wur-den Zelten gebacken, in manchen Gegenden( Škofja Loka) auch das sogenanntekleine Brot"( mali kruhek). Deshalb waren einige Herrschaften bei anderen Abga-ben weniger streng, um die Zeidler zu unterstützen, so z. B. in der Supp Javorje, derHerrschaft von Loka, in den Jahren zwischen 1291 und 1318. In der Umgebungvon Maribor bildete der Honig längere Zeit hindurch die Hauptabgabe der Bauern-höfe.

In diesem Zusammenhang schreibt Alfons Dopsch in seinem Buch Die ältereSozial- und Wirthschaftsverfassung der Alpenslaven", Wien 1909: Sehr bedeu-tend muß ferner die Bienenzucht gewesen sein, denn wir finden sehr namhafte Ho-nigzinse in Urbarien angeführt. Levec hat... daraus weitgehende Schlussfolgerun-gen gezogen. Er wies auf eine Reihe Dörfer hin, die gar kein Getreide, wenig Vieh,dafür jedoch ein grosses Quantum Honigzinsen( Pettauer Studien 3/165). Diese Er-scheinung sei agrarhistorisch nur so zu erklären, dass noch 1265 im südlichenDraufelde und den angrenzenden Gebieten bis an die Drau sehr extensiv gewirth-schaftet wurde Honig in solchen Mengen gezinst setzt eine bedeutende Bienen-

zucht voraus."

Auch Angaben über den Honig- und Wachshandel legen den Schluß nahe, daß da-mals in Slowenien sehr große Mengen an Honig und Wachs geerntet wurden. F.Gestrin gibt in seinem Buch Trgovina slovenskega zaledja s primorskimi mesti od13. do konca 16. stoletja( Der Handel des slowenischen Binnenlandes mit den Kü-stenstädten vom 13. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts) unter anderem an: DerHandel mit Honig und Wachs nahm gegen Ende des 12. Jahrhunderts merklich zu.Gegen Ende der Auflösung der Nebenhofwirtschaft und der zweiten Kolonisations-zeit wurde die weniger intensive Waldbienenzucht bzw. Zeidlerei aufgegeben, essetzte sich die Bienenhaltung am Wohnhaus durch. Diese Entwicklung geht auchaus den ältesten Urbarien und teilweise auch aus den ältesten bekannten Meldun-gen über die Honiggewinnung hervor... Im 15. und besonders im 16. Jahrhundertnahm der Honigertrag durch die Buchweizensaat, die viel Bienenweide im Herbstbot, stark zu. Aus slowenischen, kroatischen und ungarischen Gegenden wurdenHonig und Wachs in die Küstenstädte ausgeführt, nach Venedig, Italien, und auchnach Dalmatien. Aus Krain und Kroatien gingen diese Waren auch nach Kärntenund von hier weiter in deutsche Länder, in erster Linie nach Bayern."

Auch Valvasor berichtet, aus Krain seien im 17. Jahrhundert große Mengen Honigin andere Länder ausgeführt worden, besonders ins Salzburgische- etliche tau-