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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Geschichte der slowenischen Bienenhaltung

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Die Zeidler schnitten etwa fünf Meter über dem Boden prismatische Höhlen inBaumstämme ein. Die Höhe sollte die Bienenvölker vor Bären und anderen Räu-bern schützen. Die Zeidler selbst erreichten ihre Bienenbehausungen mit Leiternoder Seilen. Manche( in Rußland) hatten auch besondere Steigeisen, manchmalwurden auch Treppen" in den Baumstamm eingeschnitten. Die Baumhöhlen wa-ren nicht alle gleich groß, wenigstens die Breite und Tiefe waren von der Baumstär-ke abhängig. Im Durchschnitt waren die Höhlen etwa 4 Fuß hoch, anderthalb Fußtief und etwas über einen Fuß breit. Die Baumgipfel und Kronen wurden oft abge-hauen. Die Schwärme wurden meist nicht direkt in die Beuten gesetzt, sondern mitfür Bienen angenehm duftenden Salben aus verschiedenen Kräutern hineingelockt.Weil jeder Zeidler möglichst viele Schwärme gerade in seine Beuten locken wollte,wurde die Zusammensetzung und Herstellungsart von diesen Salben geheimgehal-ten. Jeder Zeidler hatte ein genau bestimmtes Revier, die Bäume mit den Bienenwurden gekennzeichnet. Um einander nicht die Schwärme zu fassen, durften dieZeidler in manchen Orten zur Schwarmzeit nicht in den Wald, wenn dagegen einBienenvolk im Beisein des Zeidlers ausflog, durfte ihm dieser einen Wurf der Zeidle-raxt weit in ein fremdes Gebiet folgen.

Andere Quellen, die wenigstens teilweise zum Bild der slowenischen Bienenhal-tung im Mittelalter beitragen, sind verschiedene königliche, fürstliche und andereSchenkungsurkunden und Urbarien, in denen die Abgaben der Untertanen an dieHerrschaft, bzw. Kirchen und Klöster in Honig, Wachs und Bienenstöcken aufge-schrieben wurden. Ferner Maut-, Zoll-, Verbrauchssteuer- und andere Bücher. Unterden Schenkungsurkunden soll als Beispiel die erwähnt werden, mit der Herzog Hein-rich III von Bayern im Jahre 1002 der Kirche der Mutter Gottes und des HI. Korbinianseinen ganzen Besitz mit allem Dazugehörenden und den Zeidelweiden in Stražiščebei Kranj und im Gebiet zwischen Lipnica, der Save und der Sora in Oberkrainschenkte; und die Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1240, mit der in Leoben( Ljubno) in Kärnten Friedrich II., Herzog von Österreich und Steiermark und Herrvon Krain, auch eine Patronatsurkunde über das Kloster von Viktring unterschrieb:weil der Zisterzienserorden keine Anwaltschaft, sondern nur Beschützer habenkönne, kann niemand das Recht der Anwaltschaft über das Kloster für sich bean-spruchen, auch nicht ein entsprechendes Modium oder eine entsprechendeDienstbarkeit... ebenfalls keine Ochsen, Schafe, Bienenstämme( truncosapium)... die Kirchensachen sollen vielmehr den Äbten und Mönchen dienen.

Weil der Besitz des Viktringer Klosters im 13. Jahrhundert im damals slowenischenTeil von Kärnten lag, waren seine Zeidler- Untertanen zweifellos Slowenen.

Mit der Herausbildung von Feudalherrschaften beanspruchte der Feudalherr zu-gleich mit dem Recht auf den Wald auch das Recht auf den materiellen Nutzenvom Wald und somit auch auf den der Zeidler für sich. Eine zunehmende Rodungder Wälder in den Niederungen, weil Ackerboden gewonnen werden mußte, nötig-te die Bauern, ihre Bienenzucht in die Nähe ihrer Wohnhäuser zu verlegen. In Urba-rien ist seit dem 13. Jahrhundert nicht nur von Abgaben in Honig und Wachs die