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Wie kann man nur dazu forschen? : Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie
Entstehung
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271
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Timo Heimerdinger/ Marion Näser- Lather

Resümee und Ausblick.Zusammenfassung

der Tagungsdiskussion

Etliche der in der Tagungsdiskussion thematisierten Punkte sindbereits in die hier publizierten schriftlichen Ausarbeitungen einge-flossen. Gleichwohl möchten wir am Ende dieses Bandes noch einmalgesondert einige zentrale Punkte der Diskussion zusammenfassen-nicht zuletzt, um damit eine Vorlage für künftige Debatten zu bieten.Wir verknüpfen dazu die Zusammenfassung der Tagungsdiskus-sion mit Verweisen auf die Beiträge des Bandes, mit einer eigenenPositionierung und mit einigen ergänzenden Überlegungen und Lite-raturhinweisen innerhalb und außerhalb unseres Fachdiskurses imengeren Sinn. Diese Ausführungen beanspruchen weder strenge Sys-tematik noch Vollständigkeit und schon gar keine Abgeschlossenheit,denn wir hoffen, dass die Beschäftigung mit Fragen der Themenwahlund Themenpolitik durch die Innsbrucker Tagung zu keinem- nichteinmal vorläufigen- Ende gekommen ist, sondern vielmehr beför-dert wurde.

In der Tagungsdiskussion wurde der Oberbegriff Themen-politik" zunehmend differenziert, es zeigten sich unterschiedlicheAspekte und Logiken der Kategorisierung und Bewertung von The-men, die als Faktoren bei der Wahl, Identifikation und Förderungvon Forschungsthemen wirksam sind und schließlich im Zusammen-spiel zu so etwas wie Themenkonjunkturen oder Themenpolitikenführen. Wir identifizieren hier vier unterschiedliche- freilich nichtimmer vollständig trennscharfe- Ebenen bzw. Dimensionen, die fürWahl und Ausschluss von Themen als bedeutsam diskutiert wurdenund daher diese Zusammenfassung gliedern: persönliche Präferenz( 1), Relevanz und Dringlichkeit( 2), disziplinäre Kompetenz undZuständigkeit( 3) und öffentliche Resonanz( 4).