Editorial
Die vorliegende Publikation ist aus der gleichnamigen Tagung„ Wie kannman nur dazu forschen?- Themenpolitik in der Europäischen Ethno-logie" hervorgegangen, die vom 3. bis 5. November 2017 in Innsbruckstattfand.
Ausgangspunkte hierfür waren die Beobachtung, dass esbestimmte Themen im Fach schwerer haben als andere und derWunsch, oft implizite Mechanismen der themenpolitischen Auf- undAbwertung von Forschungsgegenständen einmal explizit zu diskutieren.Die Beiträge in diesem Band sind aus Vorträgen auf der Tagung ent-standen. Sie alle behandeln sowohl konkrete Beispiele wie allgemeinerePerspektiven, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen. Für den Bandordnen wir die Texte daher den Kategorien Schauplätze, Zugänge undFälle zu- im Wissen um Überschneidungen.
Gerahmt werden die Beiträge durch zwei Texte, die in Co-Autorschaft der beiden Herausgeberinnen entstanden sind: einen Ein-führungstext, der den Referierenden der Tagung bereits vorab in einerManuskriptfassung vorlag, und einen zusammenfassenden Text, dersowohl die Ergebnisse der Tagungsdiskussionen als auch der publi-zierten Beiträge zu bündeln versucht und zudem einige weiterführendeÜberlegungen anbietet.
Gleichwohl hoffen wir, dass dieser Band eher eine Zwischen-etappe als das Ende einer wichtigen, nie abzuschließenden Diskussiondarstellen möge.
Unser Dank gilt der Österreichischen Zeitschrift für Volkskundefür die Aufnahme des Bandes in ihre Buchreihe, somit ist der Bandbereits sechs Monate nach Erscheinen open access verfügbar.
Ferner danken wir dem Verein für Volkskunde in Wien, nament-lich seinem Generalsekretär Matthias Beitl, sowie der Philosophisch-Historischen Fakultät der Leopold- Franzens- Universität Innsbruckfür finanzielle Unterstützung und Magdalena Puchberger( Wien) undKarsten Jahnke( Dresden) für ihren engagierten Einsatz bei der Fertig-stellung des Manuskriptes.
Timo Heimerdinger/ Innsbruck und
Marion Näser- Lather/ Marburg- im Herbst 2018