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Wie kann man nur dazu forschen? : Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie
Entstehung
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149
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Stefan Groth

Trends als Forschungsthema?Einordnung, Relevanz undRepräsentativität in der empi-risch- kulturwissenschaftlichen

Themenbegrenzung

Makro- Trends sind Annahmen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungenund Handlungslogiken, die in unterschiedlichen Praxisfeldern undDeutungsrahmen ihre Wirkung entfalten und über die im öffentlichenDiskurs prognostische Einordnungen vorgenommen werden. Der vorlie-gende Beitrag untersucht an einem Beispiel aus der Arbeitskulturenfor-schung, wie Bezüge auf solche Trends und dazugehörige Theorien in derEmpirischen Kulturwissenschaft ausgestaltet sein können und themati-siert dabei Fragen der Einordnung, Relevanz und Repräsentativität.

Einleitung

Makro- Trends sind Annahmen gesamtgesellschaftlicher Entwicklun-gen und Handlungslogiken, die in unterschiedlichen Praxisfeldern undDeutungsrahmen ihre Wirkung entfalten und über die im öffentlichenDiskurs prognostische Einordnungen vorgenommen werden. Auchin der Empirischen Kulturwissenschaft dient die Bezugnahme aufMakro- Trends dazu, als gesellschaftlich relevant erscheinende Phäno-mene und Entwicklungen über fachspezifische Zugänge in den Blickzu nehmen und zu analysieren. Diese kann entweder auf die diskur-sive gesellschaftliche Konstruktion von Trends als Trends gerichtetsein, oder sie geht auf deren inhaltlichen Elemente ein und beschäftigtsich näher mit einzelnen Aspekten der damit zusammenhängendenEntwicklungen und ihren Auswirkungen auf spezifische Lebenswel-ten. In der Empirischen Kulturwissenschaft ist die Beschäftigung mitverschiedenen( global-) gesellschaftlichen Trends gegenwärtig und in