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Wie kann man nur dazu forschen? : Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie
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Karl Braun

Die Zipfelmütze oder: VomÖffnen einer Energiekonserve.Longue durée Pathosformel- Hermeneutik

Der Beitrag versucht, die ikonographische Methode Aby Warburgs für dieGenealogie der Mütze mit Knick, sowohl als materiellem Gegenstand alsauch in bildlicher Darstellung nutzbar zu machen. Warburgs Konzept vonGeschichte besteht nicht zuletzt aus dem- warum auch immer an einemhistorischen Umbruch geschehenden- Abruf von energetischer Bedeutsam-keit, welche ikonographisch auch über weite historische Zeiträume trans-portiert werden kann. Da als Zentralthema der Tagung die Frage nachAbwesenheit von Themen, theoretischen und methodischen Zugängengestellt war, soll exemplarisch überprüft werden, ob die Warburg'sche Iko-nographie für das Forschen im Rahmen der Deutschen Gesellschaft fürVolkskunde und darüber hinaus sinnvoll fruchtbar gemacht werden kann.

Die Zipfelmütze erforschen?

In ihrer historischen Formenvielfalt und ihrer heutigen kaum zuüberblickenden Präsenz ist die Zipfelmütze ein Alltagsgegenstand,über den nachzudenken kaum lohnend erscheinen mag. Ich will esanlässlich dieses Symposiums mit der Zentralfrage Wie kann mannur dazu forschen?" dennoch tun: Geht es doch um Themenpolitikfür unser Fach, das trotz aller unterschiedlichen Benennungsstrate-gien unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Volkskundeinnere Kohäsion für sich beanspruchen darf. Die Erforschung der

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Siehe hierzu Konrad Köstlin: Ad exemplum dgv: Materialisierte Kohäsion.

In: Karl Braun, Claus- Marco Dieterich, Angela Treiber( Hg.): Materiali-sierung von Kultur. Diskurse Dinge Praktiken. Würzburg 2015, S. 56-70.