bhang mit einem weit verbreiteten Brauch, Steine oder Reisig an jener Stelleats aufzuhäufen, wo sich ein Mord zutragen hat, zu sehen. Vgl. Zeitschrift f. österr.-de Volkskunde, Bd. VII, 1901, S. 22; Zeitschrift f. Volkskunde, Bd. VIII, 1898,S. 455( für Niederösterreich); für die Steiermark: Blätter f. Heimatkunde,Bd. III, Graz 1925, S. 60 f. und den umfassenderen Artikel von O. Lamprecht,Der tote Mann.( ebda. Bd. V, Graz 1927, S. 12 ff. mit weiteren Literaturangaben).Der Brauch, Reisig aufzuhäufen, scheint vor allem im Slawischen beheimatetzu sein und taucht daher häufig in deutschslawischen Grenzgebieten auf.84. Kriutz und Potko. Mitgeteilt von Marko Robnik, Zmollnig. Die Geschichten, diehier von Potko erzählt werden, sind schon von dem berühmten Räuberhaupt-smann Grasel im Böhmischen überliefert. Vgl. R. Hruschka, Der RäuberJohann Georg Grasel in der Überlieferung und Sage.( Sudetendeutsche Zeit-abschrift f. Volkskunde, Bd. III, 1930, S. 10 ff. vor allem S. 18 f.) Sie dürften sichmit den gegen Ende des 19. und auch noch in diesem Jahrhundert viel ge-Blesenen Volksbuch verbreitet und sich an lokale Räubergestalten geheftet haben.Vgl. z. B. die Erzählung von den Räubern Rotschädel und Krapfenbeck Simelein Kärnten( Graber, Sagen und Märchen, S. 311 ff.) oder die Geschichtender_burgenländischen Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner um den Räuberhauptmann Patko Pischtaob( J. Knobloch, Romani- Texte aus dem Burgenland.[ Burgenländische For-schungen, Heft 24] Eisenstadt 1953, S. 16 ff.) b
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85. Die Räuberwand. Mitgeteilt vom Schneider Bukovnik, Maria Rast und LukasHleb, Zmollnig. Zur Bezeichnung des Glockentons als Stiergebrüll vgl. oben dieAnmerkung zu Nr. 46. Es handelt sich möglicherweise um eine historischePersönlichkeit, sofern Spela dieselbe ist wie die Bäuerin Spelka, die mit zwölfSpiefigesellen um 1740 in einer Höhle auf dem Wotsch hauste und schließlichvom Landgericht Stattenberg zum Tod verurteilt wurde.
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86. Das Räubergasthaus von Maria Rast. Mitgeteilt von Heinrich Peer, Marburg.87. Die Müllerstochter und der Räuberhauptmann. Mitgeteilt von Familie Skrabl,Rotwein. Die Erzählung ist eine Spielform des Märchentyps vom„ Räuber-hebräutigam"( KHM 40), die sich jedoch vom Märchenhaften entfernt hat undde eher an einen Volksbuchstoff erinnert. Tatsächlich kann sich der Verfasser anein in seiner Kinderzeit im Sudetenland in Umlauf gewesenes Volksbuch diesesInhalts erinnern. Die Geschichte ist jedoch auch mündlich weit verbreitet( vgl.BP I, 373 f.), sowohl in den österreichischen Alpenländern( vgl. die zahlreichenbei Haiding, S. 459 ff. angeführten Varianten, von denen mehrere aus derSteiermark stammen), wie auch im slawischen Bereich( siehe BP I, 374).88. Der beinerne Brunnen. Von Familie Skrabl in Rotwein. Es dürfte sich um eineNacherzählung einer slowenischen Volksballade handeln. Vgl. K. Štrekelji,Slovenske narodne pesmi. Laibach 1895-1907, Bd. I, S. 405, Nr. 372 und S. 406,Nr. 373. Eine solche Nacherzählung des Balladenmotivs brachte auch F. Mil-činski, Slowenische Volksmärchen. Übertragen ins Deutsche von ThomasArko und Josef Friedrich Perkonig( Slowenische Dichtung, Bd. III).Klagenfurt 1948, Nr. 5.( Rez. Österr. Zeitschrift f. Volkskunde, N. S. Bd. III,1949, S. 125 ff.)
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89. Der gestohlene Kreuzer. Von Familie Skrabl in Rotwein. Die unverhältnis-mäßig harte Buße für einen geringfügigen Diebstahl kommt auch bei Grimm,KHM 154„ Der gestohlene Heller"( BP I, 235) vor, freilich ohne das schöneBild der rollenden, immer größer anwachsenden Münze. bilion us90. Warum es nie in einen Gaberbaum einschlägt. Von Familie Skrabl. Gaber-ned baum Hainbuche( carpinus betulus. Vgl. Grim m, Deutsches Wörterbuch,tri Bd. 4/ II, S. 174). Meist ist es die Haselstaude, die der Muttergottes Schutzbietet und daher als blitzsicher angesehen wird. Vgl. Baumgarten, Bd. I,S. 135; Alpenburg, Mythen, S. 393; Hey 1, S. 793; vgl. auch eine polnischeVariante bei O. Dähnhardt, Natursagen. Leipzig 1907-12, Bd. II, S. 43.Siehe auch Kretzenbacher, S. 45. bainon ab dabaibrioma91. Die Erschaffung der Schwämme. Nach Grete Büttner, wie Nr. 7. Die Erschaffungdoder Schwämme wird oft mit Christus und Petrus in Verbindung gebracht.Meist sind es die Kuchenbrocken, die Petrus wegwirft, um nicht beim Naschendin erwischt zu werden. Vgl. Dähnhardt, wie Anm. 90, Bd. II, S. 107 ff. Petrusgilt übrigens neben dem hl. Veit als Schwammheiliger. Siehe H. Marzell,Bayerische Volksbotanik. Nürnberg 1926, S. 120.
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92. Die Marienstatue von Hausampacher. Von Famile Skrabl, Rotwein.
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