die Burg Frauheim eine ansehnlich lange unterirdische Einfahrt ge-habt haben, die durch den Fels gesprengt war. Eine unterirdische Stiegeführte zum Bach hinunter.
Von Schloß Kranichsfeld aus liefen fünf Gänge nach verschie-denen Richtungen. Einer begann südlich des Schlosses im Park und führtein nordwestlicher Richtung zum Schloß Schleinitz. In diesem Gang ist derVater des schon verstorbenen Franz Ziringer im Jahre 1871 etliche hundertMeter tief eingedrungen; er soll gerade so breit gewesen sein, daß einMensch darin gehen konnte. Ein zweiter Gang zieht sich gegen Westenzur Burg Frauheim, ein dritter soll nach Wartenheim( d. i. Wartenberg oderder nordöstlich von Kranichsfeld gelegene Drauhof) gelaufen sein. Dervierte Gang führte mit ziemlicher Sicherheit zur ehemals TattenbachschenBurg Gobonitz, der fünfte ging nordwärts unter der Drau hindurch in dasTattenbachsche Freihaus nach Marburg.
Zur Türkenzeit wurde die Kirche von Unter- Kötsch durch einenunterirdischen Gang mit der Rotweiner Kirche verbunden. Der Gang be-ginnt unter der Sakristei in der Unterkellerung des Gotteshauses. Um 1700soll ein Kötscher, mit Licht und einer Glocke versehen, in den Gang hin-unter gestiegen sein. Doch schon unterhalb des Obstgartens von Jursche,etwa 400 Meter von der Kirche entfernt, verstummte die Glocke, und derMann soll im Gang erstickt sein. Nach Rotweiner Überlieferung verbandder gleiche Gang das Kötscher Mönchskloster mit dem Rotweiner Nonnen-stift, das das Haus der Florjantschitsch ehemals beherbergt haben soll.Wieder war es ein Kötscher, der den Gang untersuchen wollte. Kurz vordem Ziel verstummte das Glockenläuten. Der Mann soll unter der Erdevon den Nonnen ermordet worden sein. Ihm zum Gedächtnis wurde, derSage nach, an dieser Stelle das heute noch an der Wegkreuzung südlichder Rotweiner Schule stehende Bildstöckel errichtet worden sein.
Vom Schloß Starigrad führte eine 200 Meter lange unterirdischeStiege zum Frauheimerbach hinunter. Sie soll in der Nähe des Brunnenbei der Säge, die unterhalb der Schkrbotschen liegt, geendet haben. Nochvor achtzig Jahren sollen Menschen dort eingedrungen sein. Um Unfällezu verhüten, hat jedoch der alte Schkrbot die Eingänge zugemauert.Heute sind sie mit Gestrüpp verwachsen. Das Schloß hatte aber auch einenWeinkeller, dessen hutgroße Fenster der alte Schkrbot noch gesehen habenwill.
Vom Schloß Hausampacher führt ein unterirdischer Gang innordwestlicher Richtung den Bachern hinauf und endet etwa tausend Meterweiter im Wald. Von der Poschtela, heißt es, führe in der Zisterne eineStiege in einen unterirdischen Keller, wo die Schätze der Poschtela lägen.
St. Wolfgang am Ostbachern soll zur Zeit, da sie noch einestolze Kirche war, durch einen Gang, der unter dem slovenischen Kalvarien-berg und unter dem Flußbett der Drau hindurchführte, mit Marburg ver-bunden gewesen sein. Llovr mobisw anslib
Vom Schloß Rotwein lief ein Gang nach Norden bis dorthin, woheute der Ortsfriedhof liegt.
Der Boden des Pettauerfeld, heißt es, ist völlig unterhölt undmit Pulver angefüllt. Dringt dort ein Feind ins Land, so soll er mit Mannund Maus in die Luft gesprengt werden.
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