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Bachern-Sagen : Volksüberlieferungen aus der alten Untersteiermark
Entstehung
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daß er sich wie eine Gerte handhaben ließ, und ging damit geradewegs zumStall. Ohne Bedenken hieb der Bauer mit seiner eisernen Rute auf dieWettermacher ein, bis sie aus vielen Wunden bluteten. Doch da war dasTeufelspaar auch schon verschwunden. Hätte Zemnec sie aber nicht aufdiese Weise verjagt, sie hätten ihn bestimmt zerrissen.

47. Der Sträfling Huditsche

In früherer Zeit mußte oft einer der Frohnleute des Grafen von Haus-ampacher eine Übeltat mit langer Haft im Kerker des Schlosses büfen. Soging es auch mit dem Sträfling Huditsch, der oft und oft den Grafen gebetenhatte, ihm den Rest seiner Strafe zu erlassen. Lange bat er vergeblich. Biseines Tages, als er wieder seine Bitte vorbrachte, der Graf sagte: Gut, dusollst frei sein, aber nur unter der Bedingung, daß du die drei Robotbauerndort unten auf dem Feld ohne Gewalt dazu bringst, ihre Arbeit einzu-stellen!" Das schien eine unerfüllbare Aufgabe zu sein, weil ein vorzeitigerFeierabend unter hoher Strafe stand und auch, weil der Graf zusehenwollte, was der Sträfling tun werde. dan us idn

Der Häftling ging indessen zu den Bauern, und siehe da: der erstestand sogleich still, der zweite konnte nicht mehr vom Fleck, nur der drittepflügte ruhig weiter. Unwillig kehrte der Sträfling zum Grafen zurück, dermit Verwunderung zugesehen hatte und nur noch wissen wollte, warumder Wille des Mannes beim dritten Bauern versagt habe. Ich hatte keineMacht über ihn und sein Gespann", antwortete der Sträfling,, weil die Vor-stecknadel im Ochsenjoch am Palmsonntag in der Kirche geweiht wor-den ist!"

Da erkannte der Graf mit Grauen das wahre Gesicht des Gesellen undließ ihn sogleich wieder in den tiefsten Keller werfen.

48. Der Freischütz

Im Schlosse Hausampacher diente einst ein Jäger, der bei seinem Herrnund seinen Kameraden gleichermaßen beliebt war. Wohl ging das Gerücht,er verstünde sich auf allerlei geheime Dinge, doch das hatte seinem Ansehenbisher keinen Abbruch getan. bidag sma

Eines Tages wollte der Graf ein besonders schönes Stück Wildpret fürseine Tafel haben. Da machte sich der Jäger erbötig, bis zum übernächstenTag einen Hirsch zu liefern, der so und so aussehen werde und zur Stundenoch, weiß Gott wo, viele Meilen weit in Kärnten äse. Der Graf meinte,das könne wohl nicht mit rechten Dingen zugehen und gab nicht allzuvielauf des Jägers Versprechen. Doch gelüstete ihn gerade nach solch einemStück, wie es in seinem ganzen Revier keines gab. Also ließ er den Jägerziehen und versprach ihm ein schönes Geschenk, wenn er den Hirschen zurrechten Zeit brächte.

Noch war die Frist nicht verstrichen, da überbrachte der Jäger mitstrahlender Miene seinem Herrn das prächtige Tier. Der Graf besah sichdas Wild. Da bemerkte er mit Entsetzen, daß sich der Hirsch die Läufewundgelaufen hatte, und damit wußte er auch, daß sein Jäger den Kruzifix-schuß getan, sich also dem Teufel verschrieben hatte und das arme Tierdurch dunkle Gewalten gezwungen worden war, den weiten Weg zu laufen. Verfluchter!" rief er, ich will dich nicht länger in meiner Nähe sehen!"und ließ den Jäger sogleich aus dem Schloß jagen.

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