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Bachern-Sagen : Volksüberlieferungen aus der alten Untersteiermark
Entstehung
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erlöst", sprach er, ,, und das soll nicht dein Schaden sein!" Er führte denBurschen in den Keller, wo das Gold in Haufen lag. Die Hälfte davongehört dir", sagte der Alte, und ehe der Bursche sich noch bedanken konnte,war er verschwunden.

-Am Morgen gab der Bursche zum Zeichen, daß er noch lebe und dieNacht gut überstanden habe, aus dem Fenster des Schlosses einen Schußaus seiner Pistole ab. Die Bauersleute staunten nicht wenig, als sie hörten,was sich zugetragen hatte. Doch hat sich der Bursche nicht lange seinesBesitzes gefreut. Der ausgestandene Schreck hatte ihm doch zugesetzt; erwurde krank und starb einen Monat nach der unheimlichen Nacht.

6. Ewig gejagt

Oben auf der Planinka hausten vor Zeiten die Holzfäller in einerHütte. Eines Tages hatte sich einer von ihnen bei der Arbeit am Ost-bachern verspätet, so kam er auf dem Heimweg durch den Wald erstgegen Mitternacht an der unheimlichen Stelle bei St. Heinrich vorbei, woschon mancher von Räubern überfallen worden war. Da erhob sich miteinem Male ein böser Sturm, der starke Bäume zu Boden riß. Zugleichsah der Holzfäller vier Männer des Weges kommen, die einen Sarg aufden Schultern trugen. Nicht weit von ihm setzten sie ihre Last ab, hocktensich auf den Boden und stützten die Köpfe in die Hände, als wollten sieschlafen. Als einer den Holzfäller bemerkte, rief er ihm zu: Wenn duHundegebell hörst, mußt du uns sogleich wecken!" Gleich darauf belltees auch schon aus der Richtung, aus der die Sargträger gekommen. Dienahmen sogleich ihre Last wieder auf und stolperten weiter, auch finges wieder grausig zu stürmen an. Einer der vier wandte noch einmal denKopf und rief dem Holzfäller zu: Wir sind verdammt und ohne Rastund Ruh! Die Teufelshunde sind uns immer auf den Fersen. Nur wennIhr ein Kreuz in einen Baumstumpf schlagt, können sie nicht weiter. Dannhaben wir drei Jahre und fünf Minuten Ruhe!"

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7. Das Loch im Berg

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Auf dem Grund der einstigen Patrimonialherrschaft Gallenhofen amBachern südöstlich von Windisch- Graz zeigt man noch heute eine Wiesemit einem mächtigen Erdloch. Kein Mensch weiß, wie tief der Schacht ist.Man hat das Loch eingezäunt, denn wer dort hineingerate, heißt es, kämenie mehr zurück. Eine Sage erzählt, wie es entstanden ist. Die Wiese gehörtezu einem Bauernhof, dessen Knecht von früh bis spät lästerte und fluchte.Der Bauer warnte ihn oft und oft, er solle doch das Fluchen lassen, derHimmel werde ihn sonst noch strafen. Doch das war alles vergeblich.

Eines Tages war der Knecht auf der Wiese beim Heueinbringen. DieArbeit ging ihm nicht recht von der Hand, also fing er wieder ganz fürchter-zu fluchen an. Da öffnete sich mit einem Male unter seinen Füßen die Erdeund er verschwand auf Nimmerwiedersehen. Wie sehr die Leute sich auchbemühten, das Loch zuzuschütten, es steht bis heute offen als eine Warnunggegen das Fluchen.

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8. Der Fluch der Verwunschenen

Der längst verstorbene Schwager der Frau Graschitz war einstmals einzufriedener Mann. Wicher hieß er und nannte den großen Hof oberhalbdes Herrenhauses der Grafen von Meran ob Lembach am Bachern sein

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