Weiter führt der Weg, vor Anlage der Autostraße ein stiller Steig,durch ein Waldrevier, dessen Stimmung in Ludwig Mahnerts schönem Buch„ Die Hungerglocke" meisterhaft festgehalten ist. Am Rekakogel, wo Mah-nerts Romangestalt Franz Oswald mit seinem wiedergefundenen Gott Zwie-sprache hielt, steht heute die eiserne Hochwarte, von der sich ein herrlichweiter Rundblick bietet: im Süden die scharfgeschnittenen untersteirischenBerge, der schon von Wolfram von Eschenbach besungene Wotsch und derDonati, im Osten und Nordosten das Pettauer Feld mit der Stadt Marburgund den Windischen Büheln bis zu den kroatischen Bergen hin, im Nordendas Drautal, der Poẞruck bis zum Schöckel bei Graz, im Westen die beiden
nais nadaix Isimmill mi nodoth hall.nonbubbel Wolan hatit in ihanHöcker der Großen und Kleinen Koppe bis tief hinein nach Kärnten. Rings-um aber die Waldespracht, im Süden durchbrochen von hochgelegenenAckern, am Fuße des Berges jedoch von gelbgrünen Weinhängen, die HansBartsch im„ Deutschen Leid" besungen hat. Der Sage nach hauste am Reka-bach unter uns ein grausiger Drache, hölzerne Schlösser" sollen einstmalshier gestanden sein und beim Gehöft des vulgo Rauchbauer soll sich einunterirdischer See befinden.
Weiter führt uns der Weg. Da soll der Überlieferung nach der hl. Wolf-gang eine Kapelle gehabt haben, die mit der Sage von einem einfältigen.undankbaren Hirten verbunden war 27); bald darauf stehen wir vor demSt. Heinrichsbildstöckl, aus dem eine köstliche Quelle sprudelt. In ihremWasser soll der leidende Heilige, der in sündiger Liebe zur hl. Ursulaentbrannt war, seine eigenen Gedärme gewaschen haben und wunderbargeheilt worden sein 28).
27) Nach dem Gewährsmann Robnik( siehe unten S. 73).
28) Der hl. Ursula ist südlich davon ein Kirchlein geweiht. Die Legende er-zählte der Gewährsmann Sernec.
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