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Studien zum griechischen Volkslied
Entstehung
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verse Pflanzenarten eine bestimmte Rolle: Holundersträucher212, Platanen-blätter213, Mohnblumen214, Weidenzweige215, Oliven- 216 und Nußbaumzwei-ge217, wilder Wein218, Akazienzweige219, Nesseln 220, Saueraumpfer221 unddiverse andere Pflanzenarten222, die in ihrer lokalen dialektalen Namensbe-zeichnung nicht immer identifizierbar sind 223 und deren magisch- semanti-scher Wirkungskontext nicht immer gleich erschlossen werden kann224. Esdarf aber angenommen werden, daß sie in irgendeiner Form mit dem zuerwartenden Regen in Zusammenhang stehen. In einigen Fällen überträgtsich durch Metonymie auch die Brauchbezeichnung auf die bevorzugtePflanze 225. Besonderer Quellenwert kommt auf diesem Sektor den Bildzeug-nissen zu, die ganz verschiedene Techniken und Bedeutungsstrategien derGrünmaskierung zeigen: von der völligen Unkenntlichkeit der Verkleidetenals wandelndem buschartigen Gebilde226 bis zu einem kurzen, fast nur mehrsymbolischen Blätterschurz227, wobei von der magischen Nacktheit keineRede mehr sein kann.

Stereotyp und invariabel ist das Umzugselement der Brauchhandlung: dasdermaßen verkleidete Mädchen geht von Haus zu Haus 228, singt( entwederes selbst oder die begleitende Mädchengruppe) und tanzt vor der Haustüreoder im Innenhof( die bulgarische Volkskunde unterscheidet neben dereigentlichen Regenlitanei auch ein ,, Straßenlied" beim Umgang) 229, wird

212 Dömötör, Die Masken, op. cit., S. 152f.( S. 26f.); Vakarelski, op. cit., S. 328; Dinekov,op. cit., S. 332; Ujváry, Une coutume, op. cit., S. 136.

213 LS 1423, op. cit., S. 105f.; LA 1909c, op. cit., S. 40.

214 Labridis, op. cit., S. 172ff.; LA 2510, op. cit., S. 42; LA 1570, op. cit., S. 559.

215 Dömötör/ Eperjessy, op. cit., S. 399ff.; Ujváry, Une coutume, op. cit., S. 136; LA 2624,op. cit., S. 61f.

216 Megas, Zetemata, op. cit., VS. 60f.; Megas, Ell. eortai, op. cit., S. 188; Tsaknakis, op. cit.,S. 124.

217 Ibid.

218 Schneeweis, Grundriß, op. cit., S. 219ff.( Dalmatien).

219 Ujváry, Une coutume, op. cit., S. 136.

220 LA 981c, op. cit., S. 1061ff.

221 Churmuziadis, op. cit., S. 325.

222 Z.B. Attich im Banat( Klier, op. cit., S. 29), Maiskolben( Oikonomidis, op. cit., S. 396f.),Schierling in Bulgarien( Dinekov, op. cir., S. 332), Eschenwurz( ibid.) usw.

223 Z.B. die vuzia( Oikonomidis, op. cit., S. 736f., LA 1918, S. 12[ I. Pappas 1953]) oder vuzila( LA 2959, S. 71[ A. Defteraios 1965], LA 2478, S. 81[ K. Vuziana 1962], LA 1975, S. 27A. Papanikolau 1952]), die als lang wie die Nesseln beschrieben sind( LA 2215A, op. cit.,S. 246), burdenia( LS 291, op. cit., S. 105f.), gurpexa, eine Kletterpflanze( LA 1913,op. cit., S. 12), die barbutes mit großen Blättern( LA 1908c, op. cit., S. 40) usw.224 Z.B. die chelidonies( griech. ,, Schwalbenpflanze")( LA 157, op. cit., S. 559).

225 Z.B. pirpiritsa als Kräuterart( LA 972b, S. 101 ff.[ D. Lukopulos 1952) in Zentralgriechen-land, parpandila als kürbisartige Pflanze mit großen Blättern in Kerasovo, Nordgriechen-land( LA 2215b, op. cit., S. 405f.).

226 Vgl. K. Kakuri, Пpoïσtopíα tov 0ɛάτpov. Athen 1974, S. 47 Abb. 25 aus Stymphalia inder Peloponnes.

227 Abb. 26 in Wildhaber, op. cit. aus Koviljaca, Serbien, und Abb. 5( ibid.) aus Muntenien.228 Das ist die Regel. Die Nachweise bleiben hier ausgespart.

229 Benovska, op. cit., S. 148.

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