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Die Schweiz zwischen Hirtenidylle und High-Tech-Performance : eine volkskundliche Annäherung
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Daneben gibt es eine Fülle von Mythen anderer Natur, die das Denken,Fühlen und Sehnen des Schweizers unbewußt oder bewußt prägen: dieschneebedeckten hehren Firne, die Bergwelt also( mit dem Matterhorn etwaund dem entsprechenden touristischen Rummel), die naturnahe Landschaft,der Bauer als Träger elementarer Werte in seiner Natur- und Landschafts-verbundenheit, die Kuh als das mythische Tier, das in den Viehzüchter- undMilchwirtschaftsregionen mit einer letztlich erotischen Aura umgeben ist. Mitgutem Recht kann man die Schweizer letztlich als Mythomanen bezeichnen.

Mit den mythischen Vorstellungen sind die Stereotypen eng verbunden,das Bild, das sich die Schweizer von sich selbst und den andern machen.Der Schweizer sieht sich selbst als eher nüchtern, arbeitsam, gemütlich undfriedfertig, wie etwa die Rekrutenprüfungen 1981( Befragungen von Jung-soldaten) belegten. Allerdings variieren die Werte etwas nach Sprachregio-nen, die sich gegenseitig auch unterschiedlich einstufen. Zum Beispielwerden die Deutschschweizer von den Romands als wirtschaftlich beson-ders tüchtig, dafür weniger gemütlich und eher eitel gesehen, während mansich im Gegenzug als besonders friedfertig und gemütlich erachtet. ImVerhältnis zum Ausland hat sich das Bewußtsein der Schweizer, ein Sonder-fall zu sein, zwar in den letzten Jahren( im Zusammenhang vor allem mitdem Einigungsprozeß in der EG) etwas zurückgebildet, ist aber immer nochausgeprägt. Damit einher geht das Gefühl eines Sendungsauftrags( im Sinneder humanitären Schweiz), das sich in der Praxis durchaus mit einer aktivenSolidarität verbindet. Sind diese Autostereotypen durchwegs positiv besetzt,so haben es negative Selbstbilder eher schwer, im Bewußtsein der SchweizerFuß zu fassen, auch wenn viele Intellektuelle und Medienschaffende darauf-hin wirken und zum Teil zu negativen Überzeichnungen neigen: die Schweizals Ort dubioser Geldgeschäfte, die Schweizer als knauseriges, engstirniges,selbstbezogenes, kaum zu kultureller Großzügigkeit neigendes Volk.

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Mobilität

Das moderne Leben scheint ohne dauernde Mobilität kaum denkbar zusein das ist in der Schweiz nicht anders als anderswo: Mobilität zwischen

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