Eine Gegenbewegung ist längst im Gang: Sie richtet sich gegen dieVerindustrialisierung der Nahrung, die auf chemische Zusätze nicht verzich-ten kann. Es sind Kreise, die sich für den biologischen Landbau einsetzen,für eine naturnahe Landwirtschaft, gegen Tierfabriken und neuerdings ge-gen Genmanipulation. Auch die Hors- Sol- Produktion wird mit steigendemMißtrauen verfolgt. Obwohl es sich um klare Minderheiten handelt, darf dieLangzeitwirkung ihrer Bestrebungen nicht unterschätzt werden. Das belegtallein schon die Tatsache, daß die Nahrungsmittel- Großverteiler viele frü-here Postulate( wie etwa den Kampf gegen den nicht abbaubaren Ver-packungsmüll) bei den Kundensortimenten zunehmend berücksichtigen.
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Die bäuerlichen Hauslandschaften
Auch die traditionellen bäuerlichen Hausformen folgen den strukturellenlandschaftlichen Gegebenheiten und sind regionaltypisch gegliedert( Karte 2):Im Nordwesten finden wir im Jura erste typische Hauslandschaften. DasGebirge weist morphologisch zwei Hauptregionen auf, den Tafeljura imNorden, den Faltenjura im mittleren und südwestlichen Teil. Beide Regio-nen sind durch eigene Haustypen gekennzeichnet. Der Tafeljura weistursprünglich geschlossene Dörfer auf; zu Einzelhof- Siedlungen kam es erstim 19. Jahrhundert. Seit dem 16. Jahrhundert wurden obrigkeitliche Bau-vorschriften wirksam. Sie setzten das vorwiegend gemauerte Haus durch,das traufseitig zur Straße steht. Früher war der Ständerbau mit strohbedeck-ten Walmdächern verbreitet. Solche Häuser gehören mit ihren Ankerbau-konstruktionen zu einem größeren Verbreitungsgebiet, das vor allem denfranzösischen Sundgau im benachbarten Elsaß umfaßt. In den Dörferndominieren die Mittertenn- und Mitterstallhäuser.
Im Hochjura( Faltenjura), den langgezogene Gebirgsketten und tiefein-gekerbte Täler kennzeichnen, finden sich vor allem Einzelhöfe; die Dörferin den Tälern haben sich im 19. Jahrhundert zu eigentlichen Industriesied-lungen, hauptsächlich der Uhrenbranche, entwickelt. Auch hier sind dieHäuser vorwiegend gemauert, trotz angestammtem Holzreichtum bei den
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