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daß ich ihm meine Laute gebe, der muß dreimal die Kruppe meines Pferdesküssen."„ Ach, ich, ein Königssohn, soll die Kruppe deines Pferdes küssen,um eine alte Laute zu erwerben! Ich gebe dir soviele Goldstücke, wie duwillst, und dann soll sie mir gehören."„ Ich habe dir gesagt, daß ich sie fürGeld nicht hergebe; wenn du die Kruppe meines Pferdes küẞt, dann geht esin Ordnung; sonst nehme ich sie mit mir und gehe."Was sollte der Königssohn tun? Er dachte nach und dachte Er schämtesich, die Kruppe des Pferdes zu küssen, aber die Laute hatte er nun einmalin sein Herz geschlossen, und wollte sie auf jeden Fall erwerben. Zu guterLetzt sagte er zur Schneiderstochter:" Da du die Laute auf keine andereWeise hergibst, so will ich das tun, was du forderst, aber gehen wir nur etwasweiter fort." Da führte die Schneiderstochter das Pferd in eine Ecke desHofes und dort küßte der Königssohn die Kruppe und nahm die Laute ansich.
Am nächsten Morgen kam der Königssohn unter dem Fenster der Schnei-derstochter vorbei und sprach zu ihr:
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Gut waren die süßen Feigen auf dem süßen Feigenbaum
gut waren auch die zwei Küsse auf den rechten deiner Zöpfe.
Und sie, ohne Zeit zu verlieren, antworete ihm sofort:
Gut war auch denn diese Laute, und gut waren die Lieder,
gut waren auch die zwei Küsse auf die Kruppe meines Pferds!
Da schämte sich der Königssohn gar sehr, er wollte sein Leben nicht mehr.Sieh diese Hexe an", sagte er ,,, die hat mir diese Geschichte eingebrockt!"Er setzte sich also hin und überlegte sich, wie er sie vernichten könnte. Amanderen Morgen schickt er einen Heiratsantrag zu ihrem Vater. Als derSchneider sah, daß der Königssohn seiner Tochter einen Heiratsantragmachte, da erschrak er gar sehr, daß etwas Übles vor sich ginge. Er ginghin zu seiner Tochter und sprach zu ihr: ,, Mein liebes Kind, der Königssohnhat uns einen Heiratsantrag geschickt, es schickt sich aber nicht für uns, mitdem König in Schwägerschaft zu treten. Hast du ihm Übles angetan, daß erdich vernichten will?"„ Sei ohne Sorge, Vater", sagte sie zu ihm,„ kommmit dem Antrag zu Ende, und ich bin bereit zu allem.
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Da ging der Schneider hin, nahm den Antrag an, und es wurde vereinbart,daß am Sonntag die Hochzeit sein sollte. Der Bräutigam ging im Haus ausund ein, brachte dem Brautvater Geschenke, der Mutter, ihr selbst. Erschenkte ihnen Diamanten, Seidenkleider, alles Gut der Welt.
Doch die Schneiderstochter ließ sich nicht hinters Licht führen. Am Samstagabend macht sie eine Puppe aus Zucker und Mehl, so groß wie ein Mensch,die aussah wie sie selbst. Sie färbte ihr die Wangen rot, die Augenbrauenschwarz, und machte ein so schönes Mädchen aus ihr, daß man meinenkönnte, sie sei lebendig. Als man die Aussteuer der Braut in den Palastbrachte, verbarg die Schneiderstochter die Puppe in einer Truhe, und sowurde auch diese in den Palast gebracht.
Am Sonntag war die Hochzeit. Die Jungvermählten kehrten in den Palastzurück, es gab Feste und es wurde getanzt. Und als die Zeit kam, da sich der
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