Verwendung und Bedeutung von Bienenerzeugnissen in Slowenien
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als Trägersubstanz ist bisher für das 19. Jahrhundert nur in einem Fall bekannt. Inder ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Wachs in verschiedenen Variantenzu ähnlichen Zwecken verwendet. Aus all dem. Gesagten geht hervor, daß demWachs heilende Eigenschaften zugeschrieben wurden. Verwendet wurden auchgesegnete Kerzen als magische Heilmittel; die Heilkraft wurde jedoch hier in ersterLinie vom Segen erwartet.
Wachs wurde bei der Behandlung von inneren Krankheiten, Hautkrankheiten, beiUnfällen und einigen anderen nicht näher bestimmbaren Anlässen verwendet. BeiAngina wurde eine Packung aus gekochten Waben und einem Absud einer Pilzartauf den Hals gelegt. Eiternde Lippen wurden mit einer Salbe aus in Leinsamenöl ge-kochtem Wachs mit„ Silberglatt" bestrichen. Bei Zahnschmerzen wurden die Dün-ste einer komplexen Mischung eingeatmet, in der auch Honigwaben mitgekochtwurden. Geschmolzenes Kiefernharz und Wachs waren unter anderem die Bestand-teile eines Brustwickels, der bei inneren Schwellungen und„, in der Brust geronnenemBlut" helfen sollte. Lungenentzündung wurde mit einem Brustwickel aus Waben,Weißkohl und geronnener Milch behandelt. Eigenartig war die Behandlungsweisefür Rheumaschmerzen im Kreuz. Es wurde eine Packung aus Wachs, Harz, Wa-cholderbeeren und Christrosen zubereitet und auf den Hals gelegt, von hier solltesie auf das Kreuz einwirken. Auf eiternde Geschwüre wurde eine Packung aus ge-kochtem Wachs, Olivenöl und zahlreichen anderen Ingredienzien angebracht. Einenicht zu bestimmende Hautkrankheit( ,, skrumbe") behandelte man mit einem Ge-misch aus Wachs, Öl und Wurzelsaft der Braunwurz. Krätzen und Grind wurdenmit Wachs und Gemeinem Beifuß bestrichen. Blutunterlaufene Stellen wurden mitverschiedenen Packungen aus Wachs, Öl, Majoransaft und gestoßenem Kümmelbelegt. Für Wunden wurden verschiedene Salben mit Wachs und vielen anderenWirkstoffen zubereitet. Bei schwereren, eitrigen Wunden verwendete man eine ei-genartige Wachssalbe: eine frische Rübe wurde ausgehöhlt und mit Leinsamenölund Wachs gefüllt. Die Rübe wurde verschlossen und in glühender Asche gebra-ten, gekühlt und anschließend die fertige Salbe entnommen. Eine andere Arznei füreitrige Wunden war eine Packung aus Wachs, Harz, Fett und Leinsamenöl. Fürbrandige Wunden wurde ein Sud aus Wachs, Mark und Nadelholzpech zubereitetoder aus Wachs, Harz, Fett und Leinsamenöl oder ähnliche Abkochungen mit an-deren Bestandteilen. Auch gebrochene Gliedmaßen bekamen eine Wachs-packung. Die gebrochene Stelle wurde eingerenkt, fixiert und anschließend mit ei-ner Packung aus abgekochtem Wachs, Tannenharz, Mark, Schwarzwurzeln undLeinsamen bedeckt. Bei Verbrennungen wurde eine Salbe aus Wachs, Olivenöl,Kampfer, Bleiweiß und den Dottern von hartgekochten Eiern verwendet, gegen ge-schwollene Gelenke eine Wachssalbe mit vielen Wirkstoffen.
Eine vorbeugende Wirkung hatten zu Lichtmeß gesegnete Kerzen. Zu Lichtmeẞoder am Blasiustag wurden Kindern lange dünne Kerzen um die Gliedmaßen undden Hals gewickelt und angezündet. Das sollte vor Rheuma schützen. Erwachsenelegten sich gegen Rheuma zwei gesegnete Kerzen unter den Hals oder wickeltendie kranken Gliedmaße mit einer langen Kerze ein. Das Wachs einer gesegneten Ker-