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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Malereien an Stirnbrettern der Bienenstöcke

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importiert. Die Typologie der Darstellung, die Form der Ziffern der Jahreszahl, dieArt des Blumenschmucks, handschriftliche Merkmale und der Ganzheitseindruckverraten das Brett als Werk eines Malers aus der Layerschen Maltradition in Kranj;dargestellt ist die Heilige Familie, datiert ist es mit 1879. Die Bienenstockmalereiwar in diesem Tal lokal und mengenmäßig begrenzt und wird spätestens um dieJahrhundertwende wieder verschwunden sein.

Die oben beschriebene Verflechtung von Ursachen und Vorbedingungen für dieEntstehung der Bienenstockmalerei verrät, warum die bäuerliche Bevölkerung die-se Malerei akzeptierte und warum sie sich ausbreiten, entwickeln und zu einer Tra-dition werden konnte. Sie besagt jedoch nicht, wo der Gedanke zur Bemalung ei-nes Bienenstockstirnbrettes aufgekommen ist. Die europäische Bauernkunst des18. und 19. Jahrhunderts lehnte sich in der Regel an Ideen aus der Kunst der höhe-ren Schichten an. Malereien an Hausfassaden, an Bildstöcken, bemalte Fensterlä-den, Türen, Truhen und Kästchen, Schränke und Schränkchen, Betthäupter usw.waren schon aus der Kultur des Adels und teilweise des Bürgertums bekannt. Dochsind im Gegenteil bei der Bemalung von Bienenstöcken keine älteren Vorbilder be-kannt und auch das älteste bekannte Bienenstockstirnbrett weist schon den fürBauernmalereien typischen Stil auf. Die Idee ist nicht zu erklären, weil sie in diewunderbare Welt des kreativen menschlichen Geistes gehört, der autonom funktio-niert: rationelle Erklärungen können nur aufhellen, wieso der Gedanke akzeptiertworden ist, wie er in der mehr als zweihundertjährigen Entwicklung verwirklichtund ergänzt wurde bzw. warum Bienenhäuser mit bemalten Bienenstöcken, dieseeinmaligen Freiluftgalerien der Volkskunst" in die Tradition Eingang gefundenhaben.

Auswahl der wichtigsten Literatur

Bukovec, A., Naše panjske končnice, Slovenski čebelar XXXVII, Ljubljana 1934;Slovenski čebelar XLV, Ljubljana 1942; Slovenski čebelar XLVI, Ljubljana

1943.

Cevc, E., Do kam so segle poslikane panjske končnice, Slovenski čebelar LXXV,Ljubljana 1973.

Cevc, E., Fantastični ptici s panjskih končnic. Zwei phantastische Vögel auf Slo-wenischen Bienenstock- Brettchen. Slovenski etnograf XV, Ljubljana 1962.Cevc, E., Poslikane panjske končnice. Les devants de ruche peints. IllustratedFront- boards of Beehives. Bemalte Bienenstock- Stirnbretter. Raspisannie ulej-nie pereda. V: Čebelarski muzej v Radovljici: Razstavni katalog, Radovljica

1973.

Cevc, E., Problematika naših poslikanih panjskih končnic, Naša sodobnost III,Ljubljana 1955.

Dolenc, J., O ljudskih umetnikih v Selški in Poljanski dolini. Les artistes peintrespopulaires dans les valées de Selce et de Poljane. Slovenski etnograf III- IV,Ljubljana 1951.